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Bing holt auf: Ein Drittel Marktanteil in den Staaten – Europa wartet

By 9. September 2010 5 Comments

Geben wir endlich zu, dass wir seinerzeit nicht zugegeben haben, dass Bing auch nur den Hauch einer Chance haben würde. Die bunte Microsoft-Suchmaschine hat sich dennoch prächtig entwickelt, was nicht zuletzt daran liegt, dass Steve Ballmer ein paar Schecks auf den Tisch geknallt hat, um bei Yahoo! als Standard-Suche einziehen zu dürfen. Der millionenschwere Deal soll die Partnerschaft für „mindstens zehn Jahre“ festigen und besagt, dass Bing Ergebnisse liefert, während Yahoo! weiterhin die Vermarktung übernimmt. Die Einnahmen werden dann geteilt. Die endgültige Implementierung von Bing in Yahoo! liegt in den Vereinigten Staaten nun gut vierzehn Tage zurück. Die Europäische Union hatte bereits Mitte Februar der Zusammenlegung zugestimmt, dennoch ziehen sich die Arbeiten hin. Erst zum Ende des Jahres soll die Integration abgeschlossen sein; die Vermarktungsplattform wird jedoch vorerst nicht angerührt, um das Weihnachtgeschäft nicht zu vermiesen. Insgesamt lässt sich Microsoft alleine die Technik der Migration rund 300 Millionen Dollar kosten.

Mit der Kombination Bing/Yahoo! ist ein aggressiver Wettbewerber für Google herangewachsen und der erste Kriegsschauplatz sind damit wieder einmal die USA. Laut einer neuen Rechnung von Hitwise hält Google dort derzeit einen Marktanteil von 71,59 Prozent, Yahoo! kommt auf 14,28 Prozent und Bing auf 9,87 Prozent. Sofern die Zahlen stimmen, entfallen damit rund ein Drittel aller US-Suchanfragen auf Microsoft-Suchen – also: Bing.

Um es noch einmal zu erwähnen: diese Angaben stammen vom amerikanischen Markt. Auffallend ist, dass die Höhe der Anteile wenig schwankt. Der Vergleich zwischen Juli und August 2010 zeigt maximal marginale Abweichungen. Eine ähnliche Stagnation zeigt sich auch auf dem globalen Markt, für den wiederum Hitlink die Zahlen besorgt hat. Hier kommt Google derzeit auf 84,73 Prozent, Yahoo! auf 6,35 Prozent und Bing auf 3,3 Prozent (9,65 Prozent gesamt).

Wir dürfen also gespannt sein, wie sich der Kampf in der alten Welt entwickeln wird. In Europa sind rund 350 Millionen Menschen online. In den Vereinigten Staaten verfügen dem gegenüber lediglich 240 Millionen Nutzer über einen Internetanschluss.

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