Netznews

Neue Studie zu PR und Social Media: Noch ist man nicht ganz angekommen

By 10. November 2010 One Comment

Die dpa-Tochter news aktuell hat gerade eine interessante Studie zum Thema PR und Social Media vorgelegt (der komplette Titel der Umfrage lautet: PR-Trendmonitor 2010 – Pressearbeit und PR in einem neuen Medienzeitalter). Befragt wurden insgesamt 2.270 Fach- und Führungskräfte aus PR-Agenturen und Pressestellen. Ich gebe hierzu die wichtigsten Erkenntnisse wieder, im Folgenden wird noch ein eingebettetes Slideshare zu finden sein.

Demnach halten 63 Prozent der Befragen Social Media für ihre derzeit größte Herausforderung, wobei 31 Prozent der Sprecher angeben, dass ihr Unternehmen noch überhaupt nicht in irgendeinem Network vertreten ist. Übrigens liegen die PR-Agenturen mit 25 Prozent Non-Präsenz nur knapp darunter. Twitter ist dabei das mit Abstand unbeliebteste Medium, gerade einmal 16 Prozent (!) der PRler nutzen Twitter täglich, ganze zwei Drittel haben sich die Seite twitter.com noch nicht einmal angesehen.

62 Prozent der Pressesprecher und 61 Prozent der Mitarbeiter in PR-Agenturen lesen morgens im Büro als erstes ihre E-Mails. Jeder Zehnte startet mit einer Tasse Kaffee. Nur zwei Prozent checken morgens im Büro als erstes ihre Facebook- und Twitterkonten. Dazu gibt es einen warnenden Hinweis der Studienleiter: „Grundsätzlich tun PR-Fachleute gut daran, Social Media zu nutzen. Denn auch in Redaktionen ist das Web 2.0 als Arbeitstool etabliert. Jeder zweite Journalist setzt inzwischen auf Social Media.“

Apropos Journalisten: Die bereiten den PR-Leuten offenbar auch ordentlich Kopfzerbrechen. Die Ausdünnungen der Redaktionen sorgt bei über der Hälfte der Befragten für Unmut, offenbar ist es so, dass sie immer häufiger ein muffeliges „Nicht jetzt!“ enggegengerufen bekommen, wenn sie eine Pressemitteilung anbieten wollen.

 

About André Vatter

Leidenschaftlicher Social Median und Blogger aus Hamburg. Mehr erfahren.

One Comment

Lesen Sie den vorherigen Eintrag:
Frische Features in Wikia 2.0: Jimmy Wales will mehr Inseln des Wissens
Schließen