Paid Content: 18 Prozent der Internetnutzer zahlen für Artikel im Netz

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Kostenpflichtiger Einzelabruf, Abomodell, Werbefinanzierung oder Free-Content – bis heute haben die Verleger noch keine abschließende Antwort auf die Frage gefunden, wie sich Texte im Internet am besten vermarkten lassen. Eine Studie des Pew Research Center bringt ein wenig Licht ins Dunkel. Hintergrund ist die Frage: Wofür sind Internetnutzer heute überhaupt bereit, online Geld auszugeben?

Dazu wurden im Zeitraum zwischen dem 28. Oktober und dem 1. November 2010 rund 755 US-amerikanische Internetnutzer befragt. Das Ergebnis: Fast zwei Drittel (65 Prozent) aller Teilnehmer gaben an, schon einmal für virtuelle Güter im Netz etwas bezahlt zu haben. Zu den populärsten Produkten zählen Musik (33 Prozent), Software (33 Prozent) und Mobile Apps (21 Prozent) – am unteren Ende der Skala finden sich Podcasts (7 Prozent), Spiele-Cheats (5 Prozent) und Erwachseneninhalte (2 Prozent) wieder. 18 Prozent der Befragten gaben an, in der Vergangenheit Geld für Zeitungs- und Zeitschriftenartikel ausgegeben zu haben. Gerade einmal jeder Zehnte zeigte sich bereit, für E-Books zu zahlen.

Laut Umfrage geben die Nutzer im Schnitt etwa 10 Dollar für virtuelle Güter aus, wobei sich der Bildungsabschluss auf die generelle Zahlungsbereitschaft auswirkt. Kostenpflichtige Zeitungs- und Zeitschriftenartikel werden in erster Linie von männlichen Nutzern zwischen 50 und 64 Jahren gelesen. Bei den E-Books sieht das Verhältnis ein wenig anders aus: Hier sind es die weiblichen User zwischen 30 und 49 Jahren, die am häufigsten zuschlagen.

Ein interessanter Randaspekt der Studie betrifft die Frage nach der Art des Zugangs. Nutzer verwenden nur ungern gleichzeitig unterschiedliche Zahlungsmethoden (zwei Drittel gaben an, nur ein Bezahlmodell zu verwenden): Mit 23 Prozent sind kostenpflichtige Abo-Modelle populärer als der aufwändige Einzelabruf, den lediglich 16 Prozent bevorzugen.

Die gesamte Umfrage liegt als PDF vor und kann beim Pew Research Center kostenlos heruntergeladen werden.