Ergebnisse der kleinen Umfrage: Der Stand von Social Media 2011

By 18. September 2011 2 Comments

Da sich das Thema „Social Media hat die Boom-Zeit hinter sich“ hartnäckig hält, habe ich an diesem Wochenende eine kleine Umfrage zur dieser These gemacht. Insgesamt haben 80 Teilnehmer ihre Stimmen abgegeben – nicht gerade repräsentativ, aber vielleicht dennoch aufschlussreich, da einige erfahrene SM-Hasen darunter waren. Jedenfalls danke ich jedem einzelnen.

Den vorliegenden Ergebnissen nach zu urteilen, hat sich im Vergleich zu 2010 nicht viel verändert. Es hält sich die Waage; an manchen Stellen hat sich das Engagement sogar verstärkt, zum Beispiel dank Google Plus. Die Nutzung von Location Based Services und der Business-Netzwerke scheint zu stagnieren, was unter anderem daran liegen könnte, dass die großen Drei (Facebook, Twitter und Google Plus) heute ähnliche Services integriert anbieten.

Warum also dieser Eindruck der trägen Branche? Ich glaube, dass die Medien dieses Bild mitformen: Es gibt keine Feature-Reportagen mehr. Warum? Weil die Netzwerke in den vergangenen Monaten damit gesättigt wurden: Fotogalerien, Videochat, Locations und Games – das waren die Aufreißer in den Medien. Der Schwerpunkt der Berichterstattung verschiebt sich nun auf die Beobachtung des Social Webs und hier vor allem auf die Einschätzung des Wettbewerbs.

Nun aber zu den Ergebnissen:

 

 

 

(Diagramm nach numerischer Darstellung der Gewichtung von „täglich, mindestens einmal pro Woche, mindestens einmal pro Monat, sehr selten, nie“.)

Kommentare der Umfrageteilnehmer:

Social Media ist eine großartige Sache, Internet insgesamt. Ich will nicht darauf verzichten. Viele überschätzen aber die Bedeutung von Social Media für große Teile der Bevölkerung. Für sie ist das Internet ein erweitertes Telefonbuch, eine weitere Shoppingmöglichkeit, eine kostenlose Bibliothek, etc. Das Networking, die Interkation oder die politischen Möglichkeiten sehen bzw. nutzen sie kaum, brauchen sie vielleicht nicht und sind vollkommen glücklich damit.

Der Hype und das „Bekehrenmüssen“ des Mainstream ist vorbei. Social Media werden immer alltäglicher. Mein Vater (60 J.) ist jetzt auch auf Facebook. Ich dafür mehr auf G+.

Social Media wandelt und konsolidiert sich, aber bleibt.

bin facebook verweigerer, aber g+ fan, vernachlässige blogs immer mehr, bedaure die Kurzlebigkeit der posts bei g+, und vernachlässige twitter ein kleines bisschen. Was ich nicht so kapiere ist foursquare, muss allerdings sagen, dass ich es noch nie benutzt habe.

Social Media wird von Experten und Unternehmen schlicht weg überbewertet .SM ist kein Heilsbringer, es müssen alle Hausaufgaben gemacht sein, nur dann kann SM sein Potenzial entfalten.

Bei mir persönlich ist der Hype Social Media viel schwächer geworden. Ich nutze die die Platformen nur noch als Nachrichten Dienst und Informationsdienst. Kommunikation läuft bei mir wieder immer stärker per Email, SMS und Telefon ab. Das kostet mich bei meinem Handyvertrag auch nichts, aber ich weiß, dass die nachrichten ankommen und nicht in einer wachsenden Flut von Sinnlos-Posts und Einladungen bei FB etc. untergeht. Auch informiere ich wieder lieber direkt einzelne Personen über Dinge, verschicke Links via Email gezielt an einige Personen und beteilige mich nichtmehr an der Social Media Blase. Bei mir persönlich ist der große Social Media Hype vorbei. Ich probiere immer noch alles aus (Amen etc.). Nutze aber eigentlich nur noch, was mir auch sinnvoll erscheint und nicht mehr einfach alles, weil’s eben Spaß macht.

„Social“ ist schon jetzt überall, aber daher ist das „Social Web“ weder automatisch tot, noch überbewertet. Gleiches gilt für Facebook vs. Google+ und das wiederum vs. Twitter. Es ist eine Ko-Existenz aller drei Anbieter zu erwarten, da sich schon jetzt die Nutzergruppen deutlich unterscheiden. Es wäre also nicht überraschend, wenn es nicht nur heißt „zeige mir deine Freunde und ich sage dir, wer du bist“ sondern vielmehr „wie relevant bist du bei Google, Facebook und Twitter“…

Don’t believe the hype.

Social Media wird vor allem im Zuge der Verbreitung von Smartphones immer noch mehr zunehmen.

Es ist doch immer so, wenn es zu viel wird, wirds ausgegrenzt. Auch der angebliche Hype bei der Mobilewerbung wird sein blaues Wunder erleben. Die Werbeschaffenden denken leider nicht darüber nach, wie sie User für sich gewinnen können, sie missbrauchen diese nur, bis diese einfach nur noch genervt sind. Es muss nicht immer mehr werden, es muss nicht jeder Trend mitgemacht werden und vorallem ist es live alles viel schöner, mir geht das ganze Online-super-trend-mega-markt-geschwafel auf die Nerven.Es wird nur kein Ende finden, weil irgendein Schlaumeier natürlich wieder was erschaffen wird, was uns von Neuem auf die Nerven gehen kann.

About André Vatter

Leidenschaftlicher Social Median und Blogger aus Hamburg. Mehr erfahren.

2 Comments

  • […] bisschen Mut machte gestern dann aber noch André Vatter, der die “Ergebnisse der kleinen Umfrage: Der Stand von Social Media 2011“ (80 Teilnehmer) veröffentlichte. “Den vorliegenden Ergebnissen nach zu urteilen, hat […]

  • Auch wenn 80 Umfrageteilnehmer wissenschaftlich statistisch nicht DIE Aussagekraft haben, ist es dennoch ein Anfang das Thema zu beschreiben.

    Trotzdem bin ich anderer Ansicht, als die 75% die „Nein“ zur Frage „Sind Social Media ein Hype?“.
    Social Media wurde zum Hype erklärt. Jede(r) will dabei sein und alle die draussen sind sind nicht in…

Lesen Sie den vorherigen Eintrag:
50 Dinge, die man im Social Web erlebt haben muss, ehe man den Stecker zieht
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