Liebe Piraten…

17. Oktober 2011  |  Allgemeines, Netznews  |  No Comments  |  Share

Noch einmal meinen Glückwunsch zur erfolgreichen Berlin-Wahl; und eine zweite Gratulation schiebe ich Anbetracht der jüngsten ZDF-Umfrageergebnisse gleich hinterher. Aber das war es erst einmal. Gerade mal ein Länderparlament wurde gestürmt, da beginnen auch schon erste Zersetzungserscheinungen: Was ist da los bei euch?

Eine Reaktion zum Staatstrojaner erfolgte erst heute, knapp zehn Tage nach der Bekanntmachung des Fundes durch den CCC. Es gab wichtigere Dinge zu erledigen, richtig: Die Pressemitteilung zum Welternährungstag beispielsweise, eine entzückte Nabelschau Anbetracht neuer Mitglieder und ein seminaristischer Umtrunk in der Jugendherberge von Kassel – da war und ist viel Bewegung in der Partei.

Etwa auch die NPD-Affäre, die Dank halbherziger Distanzierungen große Kreise zog. Erst mussten Personalfragen wegen zu transparentem “Geheimnisverrat” geklärt werden (“Stunkmatrose über Bord!”), so dass wenige Stunden später das erste Rentnerblog seine Einschätzungen über die Piraten unter der Überschrift “Nazis an die Front” kundtun konnte. Daraus: “Die Piratenpartei entwickelt sich immer stärker zum Sammelbecken heimatloser Rechtsradikaler. Die derzeitige Diskussion um zwei Parteimitglieder, die früher bei der NPD waren, ist dabei nur die Spitze des Eisbergs.” (Screenshot der Meldung) Voilà. Weiterlesen

EconDesk: Kostenloser Online-Rechercheservice für Wirtschaftsfragen

10. Februar 2011  |  Allgemeines, How-To, Wissenschaft  |  No Comments  |  Share

Ich bin jetzt seit einigen Wochen bei der ZBW und in meiner Zeit dort haben wir bereits einige Dinge anpacken und umsetzen können (viel Interna, aber auch den Relaunch der Facebook-Seite und die Einrichtung der Location Based Services) – weitere Schritte folgen schon bald. Die ZBW bietet eine Reihe von Diensten, ein bestimmter jedoch hat es mir von Anfang an angetan: EconDesk. Dahinter steckt ein völlig kostenloser Rechercheservice für jeden, der schnell Fakten aus der Wirtschaftswelt benötigt. Im Chat, per Mail, am Telefon oder eben persönlich wird das Team mit der Suche beauftragt. Die Antwort kommt meistens postwendend zurück, in aufwändigen Fällen (“Wie viele Flügeltürkühlschränke wurden im Jahr 1987 im Münsterland verkauft?”) dauert es maximal zwei Werktage.

Ich habe Nicole Krüger, die EconDesk verwaltet, ein wenig über die Hintergründe ihrer Arbeit befragt. Und schon geht es los…
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Drei Wege, um mit Twitter Geld zu machen. Teil 2: Paid Content

17. Mai 2009  |  Allgemeines, How-To  |  1 Comment  |  Share

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Nachdem wir in der vergangenen Woche über bezahlte Werbe-Tweets gesprochen haben, ist nun der Paid Content dran. Heute hat das Schlagwort einen bitteren Nachgeschmack, denn große wie kleine News-Publisher haben sich in der Vergangenheit am Thema Bezahlinhalte schon öfters die Finger verbrannt. Das Problem ist die mangelnde Kundenakzeptanz. Während in anderen Bereichen, beispielweise im digitalen Musikvertrieb, Paid Services langsam aufholen, bleibt die Netzleserschaft auf dem Standpunkt stehen, dass Zeitungs- und Magazinberichte weiterhin kostenlos verfügbar sein müssen – ein Umstand, an dem die Verleger nicht unschuldig sind.

Lange Zeit wurden Portale über Werbung refinanziert, Advertiser sind jedoch nur aufgesprungen, wenn relevante Zugriffszahlen vorgelegt werden konnten. Deshalb überließen die Publisher den Nutzern ein kostenloses Angebot. Im Rahmen der Wirtschaftskrise brechen nun die Investitionen der Werber ein – die Folge: Die Verlage bleiben mit teurem Traffic und einem verwöhnten Publikum zurück. Zaghafte Versuche, Inhalte fernab der Werbung doch noch zu monetarisieren, bestanden in der Vergangenheit hauptsächlich aus kostenpflichtigen Zugängen zu Archiven. Über die Umsätze lässt sich nur spekulieren, doch ich schätze, dass getrost davon ausgegangen werden kann, dass sie marginal sind. Zeitungsarchive sind – wenn überhaupt – alleine für den akademischen Sektor interessant. Und das für das Protokoll: Der Grund, weshalb heute der digitale Musikvertrieb langsam Fahrt aufnimmt, hat weniger etwas mit einem einräumenden Gesinnungswandel der Nutzer zu tun, als mit der Urheberrechtsnovelle und den Anstrengungen der GVU. Weiterlesen

Obama über die Bedeutung des Journalismus im 21. Jahrhundert

10. Mai 2009  |  Allgemeines, Journalismus  |  No Comments  |  Share

White House Correspondents’ Dinner, 9. Mai 2009