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	<description>News, Tech und Social Media</description>
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		<title>Bing holt auf: Ein Drittel Marktanteil in den Staaten &#8211; Europa wartet</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 16:46:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geben wir endlich zu, dass wir seinerzeit nicht zugegeben haben, dass Bing auch nur den Hauch einer Chance haben würde. Die bunte Microsoft-Suchmaschine hat sich dennoch prächtig entwickelt, was nicht zuletzt daran liegt, dass Steve Ballmer ein paar Schecks auf den Tisch geknallt hat, um bei Yahoo! als Standard-Suche einziehen zu dürfen. Der millionenschwere Deal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/09/screen-capture-5.png" alt="" title="screen-capture-5" width="580" height="264" class="aligncenter size-full wp-image-1210" /></p>
<p>Geben wir endlich zu, dass wir seinerzeit nicht zugegeben haben, dass Bing auch nur den Hauch einer Chance haben würde. Die bunte Microsoft-Suchmaschine hat sich dennoch prächtig entwickelt, was nicht zuletzt daran liegt, dass Steve Ballmer ein paar Schecks auf den Tisch geknallt hat, um bei Yahoo! <a href="http://www.golem.de/0907/68676.html" target="_blank">als Standard-Suche</a> einziehen zu dürfen. Der millionenschwere Deal soll die Partnerschaft für &#8220;mindstens zehn Jahre&#8221; festigen und besagt, dass Bing Ergebnisse liefert, während Yahoo! weiterhin die Vermarktung übernimmt. Die Einnahmen werden dann geteilt. Die <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Yahoo-stellt-auf-Bing-Suchergebnisse-um-1062858.html" target="_blank">endgültige Implementierung</a> von Bing in Yahoo! liegt in den Vereinigten Staaten nun gut vierzehn Tage zurück. Die Europäische Union hatte bereits Mitte Februar der <a href="http://www.netzwelt.de/news/81995-microsoft-yahoo-weg-frei-suchmaschinen-kooperation.html" target="_blank">Zusammenlegung zugestimmt</a>, dennoch ziehen sich die Arbeiten hin. Erst zum Ende des Jahres soll die Integration abgeschlossen sein; die Vermarktungsplattform wird jedoch vorerst nicht angerührt, um das Weihnachtgeschäft nicht zu vermiesen. Insgesamt lässt sich Microsoft alleine die Technik der Migration rund 300 Millionen Dollar kosten.</p>
<p>Mit der Kombination Bing/Yahoo! ist ein aggressiver Wettbewerber für Google herangewachsen und der erste Kriegsschauplatz sind damit wieder einmal die USA. Laut einer neuen <a href="http://www.hitwise.com/us/press-center/press-releases/google-searches-aug-10/" target="_blank">Rechnung von Hitwise</a> hält Google dort derzeit einen Marktanteil von 71,59 Prozent, Yahoo! kommt auf 14,28 Prozent und Bing auf 9,87 Prozent. Sofern die Zahlen stimmen, entfallen damit rund ein Drittel aller US-Suchanfragen auf Microsoft-Suchen &#8211; also: Bing. <span id="more-1209"></span></p>
<p><img src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/09/screen-capture-1.png" alt="" title="screen-capture-1" width="580" height="371" class="aligncenter size-full wp-image-1211" /></p>
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</script></div><p><img src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/09/screen-capture-23.png" alt="" title="screen-capture-2" width="580" height="296" class="aligncenter size-full wp-image-1212" /></p>
<p>Um es noch einmal zu erwähnen: diese Angaben stammen vom amerikanischen Markt. Auffallend ist, dass die Höhe der Anteile wenig schwankt. Der Vergleich zwischen Juli und August 2010 zeigt maximal marginale Abweichungen. Eine ähnliche Stagnation zeigt sich auch auf dem globalen Markt, für den wiederum Hitlink <a href="http://marketshare.hitslink.com/search-engine-market-share.aspx?qprid=5#" target="_blank">die Zahlen</a> besorgt hat. Hier kommt Google derzeit auf 84,73 Prozent, Yahoo! auf 6,35 Prozent und Bing auf 3,3 Prozent (9,65 Prozent gesamt). </p>
<p><img src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/09/screen-capture-6.png" alt="" title="screen-capture-6" width="580" height="253" class="aligncenter size-full wp-image-1214" /></p>
<p>Wir dürfen also gespannt sein, wie sich der Kampf in der alten Welt entwickeln wird. In Europa sind <a href="http://www.internetworldstats.com/stats9.htm" target="_blank">rund 350  Millionen Menschen</a> online. In den Vereinigten Staaten verfügen dem gegenüber lediglich <a href="http://www.internetworldstats.com/am/us.htm" target="_blank">240 Millionen Nutzer</a> über einen Internetanschluss.</p>
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		<title>Studenten-Tablet Kno: Das Doppel-Display soll noch in diesem Jahr kommen</title>
		<link>http://www.avatter.de/wordpress/2010/09/studenten-tablet-kno-das-doppel-display-soll-noch-in-diesem-jahr-kommen/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 11:09:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netznews]]></category>
		<category><![CDATA[Kno]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Andreessen]]></category>
		<category><![CDATA[Tablet]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer erinnert sich noch an das Microsoft Courier? Richtig, das sagenumwobene Klapp-Tablet, das nie den Weg aus der Gerüchteküche gefunden hat: Microsoft hat die Entwicklung inzwischen eingestellt und zwar ganz zur Freude des sich formierenden Wettbewerbs. Dennoch ist das Konzept eines aufklappbaren Doppel-Displays keineswegs vom Tisch. Der US-Hersteller Kno hat nun ein Gerät präsentiert, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/09/kno.png" alt="" title="kno" width="580" height="368" class="aligncenter size-full wp-image-1202" /></p>
<p>Wer erinnert sich noch an das <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Microsoft_Courier" target="_blank">Microsoft Courier</a>? Richtig, das sagenumwobene Klapp-Tablet, das <a href="http://www.stereopoly.de/entwicklung-des-microsoft-courier-tablets-wird-eingestellt/" target="_blank">nie den Weg</a> aus der Gerüchteküche gefunden hat: Microsoft hat die Entwicklung inzwischen eingestellt und zwar ganz zur Freude des sich formierenden Wettbewerbs.</p>
<p>Dennoch ist das Konzept eines aufklappbaren Doppel-Displays keineswegs vom Tisch. Der US-Hersteller <a href="http://kno.com/" target="_blank">Kno</a> hat nun ein Gerät präsentiert, das unser Lernverhalten &#8220;revolutionieren&#8221; soll. Sein Name? Ebenfalls &#8220;Kno&#8221;. Noch hält sich das Unternehmen mit konkreten Spezifikationen zurück und schickt stattdessen die Marketingabteilung an die Front. Dennoch sind bereits ein paar Details durchgesickert: Demnach handelt es sich um ein Doppel-Tablet mit zwei 14,1 Zoll großen Touchscreens. Wie unschwer zu erkennen ist, wurde das Kno einem Buch nachempfunden &#8211; und genau diese Funktion soll das Gerät künftig im Schüler- und Studentenalltag auch übernehmen. Es ist internetfähig und kann in seinem Webkit-Browser sowohl Flash- als auch HTML5-Elemente anzeigen. <span id="more-1201"></span></p>
<p>Laut <a href="http://www.pressetext.de/news/100909017/kno-riesen-doppeltablet-statt-lehrbuecher/" target="_blank">Pressetext</a> wurde Kno als Lernplattform konzipiert, die Studenten &#8220;Zugang zu digitalen Lehrbüchern, Unterrichtsmaterial, E-Mail, Video, dem Web und mehr bietet&#8221;. Das zumindest behauptet der Kno-CTO Babur Habib, CTO. Dazu wird dem Tablet ein leistungsfähiger App-Store zur Seite gestellt, der in seinem Funktionsumfang an iTunes erinnern soll. Derzeit wird die <a href="http://kno.com/developers.html" target="_blank">Entwicklergemeinde heiß gemacht</a>, um erste Anwendungen beizusteuern.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/12223465?byline=0&amp;portrait=0" width="580" height="326" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Ist Kno ein Griff ins Klo? Offenbar nicht, denn sonst hätte Netscape-Gründer, Multimillionär und Investor <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marc_Andreessen" target="_blank">Marc Andreessen</a> nicht rund 46 Millionen Dollar in die Entwicklung gepumpt. Auf TechCrunch gibt er ein <a href="http://techcrunch.com/2010/09/08/kno-raises-46-million-more-to-build-most-powerful-tablet-anyone-has-ever-made/" target="_blank">kurzes Statement</a> zu dem ab, was er bisher gesehen hat und beschreibt das Gerät dort als &#8220;das mächtigste Tablet&#8221; aller Zeiten. </p>
<p>Auf der technischen Seite sehe ich nach all den Tabet-Rollouts der vergangenen Wochen keine Problem mehr. Einzig die Content-Lieferanten haben die Nadel in der Hand, um den Uni-Traum platzen zu lassen. Gerade bei Forschungsliteratur, bei der es um niedrige Auflagen und hohe Preise geht, schiebt man Kompromisse im Bereich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Open_Access" target="_blank">Open Access</a> gerne vor sich her. Noch gibt es kaum Erfahrungswerte über die Wirtschaftlichkeit digitalisierter Studentenlektüre.</p>
<p>Sollte jedoch alles so klappen, wie Habib und Andreessen sich das vorstellen, würde das Kno noch in diesem Jahr (spätestens wohl zur CES in Las Vegas) auf den US-Markt kommen. Als Preis wurden akzeptable 1.000 US-Dollar genannt.</p>
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		</item>
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		<title>Google Instant und der Zensurvorwurf</title>
		<link>http://www.avatter.de/wordpress/2010/09/google-instant-und-der-zensurvorwurf/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 08:17:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Tech]]></category>
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		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[Erst gestern wurde die neue Echtzeitsuche gelauncht (übrigens für Nutzer mit Google-Konto auch in Deutschland) &#8211; und schon regt sich erster Unmut unter den Nutzern. Tatsächlich bietet die eigentliche Neuerung kaum Fläche für empörte Angriffe. Diese zielen vielmehr in die Richtung der Aufbereitung der Auto-Suggestions: Google zensiere schlichtweg Eingaben, so der Vorwurf. Schon in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/09/screen-capture-211.png" alt="" title="screen-capture-21" width="580" height="260" class="aligncenter size-full wp-image-1194" /></p>
<p>Erst gestern wurde die <a href="http://www.avatter.de/wordpress/2010/09/google-instant-neue-echtzeitsuche-macht-enter-taste-uberflussig/">neue Echtzeitsuche</a> gelauncht (übrigens für Nutzer mit Google-Konto <i>auch</i> in Deutschland) &#8211; und schon regt sich <a href="http://www.reddit.com/r/WTF/comments/dbejg/google_instant_does_not_approve_ಠ_ಠ/" target="_blank">erster Unmut</a> unter den Nutzern. Tatsächlich bietet die eigentliche Neuerung kaum Fläche für empörte Angriffe. Diese zielen vielmehr in die Richtung der Aufbereitung der Auto-Suggestions: Google zensiere schlichtweg Eingaben, so der Vorwurf.</p>
<p>Schon in der Vergangenheit hatte die Suchmaschine große Probleme damit, die Waage zwischen Legitimität, Vorschrift und Unmoral bei den Inhalten zu halten. Vor wenigen Monaten wurde eine <a href="http://www.google.com/governmentrequests/" target="_blank">Statistik</a> veröffentlicht, in der angezeigt wird, wie oft von staatlicher Seite in den Datenbestand eingegriffen wird. <img src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/09/screen-capture-22.png" alt="" title="screen-capture-22" width="332" height="126" class="alignleft size-full wp-image-1185" /> Selbst auferlegte Filtermechanismen wurden eingeführt, um Kinderaugen vor Netz-Schmutz zu schützen. So gibt es seit Februar bei YouTube einen &#8220;<a href="http://youtube-global.blogspot.com/2010/02/safety-mode-giving-you-more-control-on.html" target="_blank">Sicheren Modus</a>&#8220;, den Eltern aktivieren können, um einmal eine Pause in der Daueraufsicht einlegen zu können. Einen <a href="http://www.google.com/support/websearch/bin/answer.py?answer=35892#safe" target="blank">SafeSearch-Filter</a> gibt es ebenso im Google-Suchindex. Hier können User auswählen, ob sie bei ihren Recherchen eine strikte, moderate oder gar keine Filterung nutzen möchten. <span id="more-1179"></span></p>
<p>SafeSearch ist auch bei Google Instant aktiv &#8211; auf die Autosuggest-Funktion hat der Filter allerdings keinen Einfluss: Hier ist er obligatorisch und für den Nutzer irreversibel voreingestellt. Das hat zur Folge, dass wir dem ideologischen Wertesystem der Suchmaschine auf den Zahn fühlen können. &#8220;Geschlechtskrankheiten&#8221; ist gemäß Google Instant ein akzeptabler Suchbegriff &#8211; &#8220;Geschlechtsverkehr&#8221; aber steht auf der schwarzen Liste. &#8220;Juden&#8221; sind ebenso gesperrt, dafür klappt das &#8220;Christentum&#8221; einwandfrei. Wer nach &#8220;schwul&#8221; sucht, wird mit Infos bedient. Gibt das interessierte Mädchen hingegen &#8220;lesbisch&#8221; ein, bleibt die Seite weiß.</p>
<hr />
<p><img src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/09/screen-capture-17.png" alt="" title="screen-capture-17" width="580" height="145" class="aligncenter size-full wp-image-1184" /></p>
<p><img src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/09/screen-capture-18.png" alt="" title="screen-capture-18" width="580" height="62" class="aligncenter size-full wp-image-1183" /></p>
<p><img src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/09/screen-capture-20.png" alt="" title="screen-capture-20" width="580" height="156" class="aligncenter size-full wp-image-1189" /></p>
<p><img src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/09/screen-capture-19.png" alt="" title="screen-capture-19" width="580" height="61" class="aligncenter size-full wp-image-1190" /></p>
<hr />
<p>Das bedeutet allerdings nicht, dass die betreffenden Ergebnisseiten komplett aus dem Index entfernt wurden. Es wird schlichtweg keine Voransicht der Links geboten. Stattdessen begrüßt den Nutzer ein freundliches: &#8220;Zum Start der Suche Eingabetaste drücken&#8221;. Wer die Enter-Taste und den Such-Button drückt, kommt wie gewohnt an die Informationen.<br />
Google verteidigt diese Filterung offen und transparent. Auf der <a href="http://www.google.com/instant/#utm_campaign=launch&#038;utm_medium=et&#038;utm_source=toggle" target="_blank">Infoseite zur Instant-Suche</a> heißt es dazu in den Q&#038;A: </p>
<blockquote><p>Wir bieten Ihnen wie immer die Möglichkeit, die Inhalte der Suchergebnisse zu filtern. Sie können mittels der Funktion &#8220;SafeSearch&#8221; sexuell eindeutigen Inhalt filtern. Eltern/Erziehungsberechtigte können den strikten Modus wählen und diese SafeSearch-Einstellung außerdem für Änderungen sperren, sodass Kinder den Filter nicht umstellen können. Außerdem werden für die automatische Vervollständigung bestimmte Begriffe, die sich auf Pornografie, Gewalt oder Hassrede beziehen, nicht verwendet.</p></blockquote>
<p>Die Absicht ist alles andere als verwerflich &#8211; im Gegenteil. Man muss es Google hoch anrechnen, dass der Versuch unternommen wird, das Netz so aufzubereiten, dass es für alle Altersgruppen zugänglich ist. Ein ausgewogener Kompromiss, der niemanden enttäuscht außen vorlässt. Was man Google allerdings <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/02/11/youtube-kinderschutz-mag-weiterhin-gewalt-aber-keine-lesben/" target="_blank">wieder einmal</a> vorhalten kann, ist die völlig widerspruchsvoll zusammen gewürftelte Verbotsliste der Keywords. </p>
<p>Oft macht es den Eindruck, dass die Suchmaschine ihre Vorgaben aus den Vereinigten Staaten diktiert bekommt und auch in Deutschland ohne weitere Justierungen 1:1 umsetzt &#8211; kulturelle Differenzen komplett außer Acht lassend. Anders ist es nicht zu erklären, dass die &#8220;Liebesschaukel&#8221; draußen bleiben muss, doch &#8220;Adolf Hitler&#8221; in voller Größe (inklusive Bilder- und Video-Links und dem Vorschlag, Zitate anzuzeigen) schon bei der Eingabe seines Namens auf dem Bildschirm erscheint. &#8220;Amok&#8221;, &#8220;Mord&#8221;, Totschlag&#8221; &#8211; Google Instant gibt sich bei beinahe allen Gewalt-Begriffen äußerst tolerant. Dafür wird in den Sphären der Religion und Sexualität umso heftiger zugeschlagen. </p>
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		</item>
		<item>
		<title>Google Instant: Neue Echtzeitsuche macht Enter-Taste überflüssig</title>
		<link>http://www.avatter.de/wordpress/2010/09/google-instant-neue-echtzeitsuche-macht-enter-taste-uberflussig/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 17:47:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netznews]]></category>
		<category><![CDATA[Tech]]></category>
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		<category><![CDATA[Google]]></category>
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		<category><![CDATA[Suche]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Aufregung hielt sich in Grenzen, war jedoch spürbar. Es ist etwas anderes, wenn Hardware-Schmieden lang erwartete Gerätschaften vom Band rollen lassen, doch ein neuer Dienst, der unsere alltägliche Suche vereinfachen soll &#8211; da wurden viele hellhörig. Google hatte in den vergangenen zwei Tagen bereits zarte Hinweise auf der Startseite gegeben: zwei Doodles, die sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1135" title="screen-capture-9" src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/09/screen-capture-9.png" alt="" width="580" height="321" /></p>
<p>Die Aufregung hielt sich in Grenzen, war jedoch spürbar. Es ist etwas anderes, wenn Hardware-Schmieden lang erwartete Gerätschaften vom Band rollen lassen, doch ein neuer Dienst, der unsere alltägliche Suche  vereinfachen soll &#8211; da wurden viele hellhörig. Google hatte in den vergangenen zwei Tagen bereits <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/09/08/doodle-weist-auf-neue-google-funktionen-hin-interaktive-suche-endliche-fuer-alle/" target="_blank">zarte Hinweise</a> auf der Startseite gegeben: zwei Doodles, die sich je nach Mausbewegung oder Eingabe wandelten. Ein netter Vorbote.</p>
<p>Am Mittwochabend hat Google endlich die Katze aus dem Sack gelassen. Das Ergebnis lautet <a href="http://www.google.com/instant/#utm_campaign=launch&amp;utm_medium=van&amp;utm_source=instant" target="_blank">Google Instant</a> (deutsche <a href="http://google-produkt-kompass.blogspot.com/2010/09/google-instant-schneller-als-ihr-tippen.html" target="_blank">Infoseite</a>) und es soll den selbst auferlegten Anspruch, dass Suche &#8220;spaßig, schnell und interaktiv&#8221; sein soll, in die Realität umsetzen. So zumindest formulierte es Marissa Mayer, Vice President Search Product, auf der abendlichen Pressekonferenz. Nun, was also ist Google Instant?</p>
<p>Um es auf einen Satz herunterzubrechen: Mit dem neuen Feature schafft Google die Enter-Taste ab. Bereits bei der Eingabe werden nicht nur fünf Keyword-Vorschläge im Suchformular angezeigt. Nein, gleichzeitig passt sich komplett der Inhalt der Google-Seite an, so dass sich angezeigten Links in Echtzeit ändern. Mit der Tab-Taste kann der Nutzer dann von Suchvorschlag zu Suchvorschlag springen. Wer es lieber auf die herkömmliche Art mag, kann jedoch weiterhin alternativ die Return-Taste oder aber den Such-Button drücken und bekommt dann die Ergebnisse in gewohnter Form angezeigt. <span id="more-1134"></span></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="580" height="351" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/ElubRNRIUg4?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;hd=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="580" height="351" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/ElubRNRIUg4?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;hd=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Warum Google die Instant-Suche einführt hat? Für Meyer gibt es eigentlich nur einen ausschlaggebenden Grund: Geschwindigkeit. Google zeigt sich stolz, dass das Unternehmen seine Hausaufgaben gemacht habe: Die Server, welche die Suchanfragen abwickeln, wurden aufgemotzt, man arbeitet mit Netzwerkbetreibern an schnelleren Datenleitung (und misch selbst mit) und ein eigener Browser wurde gelauncht, um das Seiten-Rendering zu beschleunigen. Das einzig schwache Glied im Prozess der Suche ist und bleibt bis heute &#8211; so moniert Google &#8211; der Nutzer. Zum einen braucht er zuviel Zeit bei der Eingabe, zum anderen beim Sondieren der Ergebnisse. Google Instant soll den gesamten Ablauf nun um &#8220;zwei bis fünf Sekunden&#8221; beschleunigen. Wenn man bedenkt, dass heutzutage pro Woche rund eine Milliarde Menschen bei Google vorbeischauen &#8211; ein happiger Brocken Zeit, der da global tatsächlich eingespart werden könnte.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1137" title="screen-capture-7" src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/09/screen-capture-71.png" alt="" width="580" height="323" /></p>
<p>Um Google Instant zu realisieren, musste die Suchmaschine in semantische Forschung investieren. Wie es der Zufall will, hat das Unternehmen gerade heute <a href="http://scribe.googlelabs.com/" target="_blank">Google Scribe</a> in den Labs vorgestellt, ein Tool, das bei der Erstellung von Fließtexten helfen soll, indem das jeweils nächste Wort vom System erraten und vorgeschlagen wird. Von den frühen &#8220;Meinten Sie vielleicht&#8230;?&#8221;-Hinweisen bis zum Echtzeit-Vorschlag ist es ein weiter Weg, wie am heutigen Tag wohl auch die kritischsten Sprachforscher einräumen müssen.</p>
<p><strong>Nutzer, SEO und SEM &#8211; was ändert sich?</strong></p>
<p>Das in der Demonstration vorgeführte Autocomplete machte einen reibungslosen Eindruck, Google Instant ist komplett in die bisherige Suche integriert. Dasselbe gilt für die sich wechselnden Ergebnisseiten. Hauptsächlich verdankt das Feature seine Performance dem AJAX-Unterbau, der bereits bei anderen Diensten (wie bei der ursprünglichen Autocomplete-Funktion oder bei Google Maps) zum Einsatz kommt und nun erstmals auch in der Realitime-Suche Verwendung findet. Als besonders praktisch könnte sich diese Eigenschaft im mobilen Bereich erweisen, wo man sich aus verständlichen Gründen vor exzessivem Tippen und Scrollen scheut. Laut Google soll die Instant-Suche für Handys bereits im Herbst in den Live-Betrieb gehen. Die Desktop-Variante wird in den Vereinigten Staaten heute live gehen, deutsche User müssen sich erwartungsgemäß noch &#8220;ein paar Wochen&#8221; gedulden. Übrigens: Unterstützt werden zum Start nur die Browser Chrome, Firefox, Safari und IE 8 &#8211; Opera-Nutzer schauen vorerst in die Röhre.</p>
<p>Gut, damit sind die Nutzer zufrieden gestellt. Doch wie sieht es mit jenen aus, die Google-Ergebnisseiten als Werbeflächen nutzen? Google muss gewusst haben, dass AdWords-Kunden mit heftigen Bauchschmerzen bei der Präsentation reagieren würden, weshalb vorsorglich eine <a href="http://adwords.google.com/support/aw/bin/answer.py?hl=de&amp;answer=187309" target="_blank">Info-Seite</a> online geschaltet wurde, die jene Geschäftspartner allerdings nonchalant vor vollendete Tatsachen stellt:</p>
<blockquote><p>Bei Suchen mit Google Instant werden<br />
Anzeigenimpressionen in folgenden Fällen gezählt:</p>
<ul>
<li>Der Nutzer beginnt mit der Eingabe einer Suchanfrage bei Google und klickt auf eine beliebige Stelle der Seite (Suchergebnis, Anzeige, Vorschlag der Rechtschreibprüfung, ähnliche Suchanfrage).</li>
<li>Der Nutzer entscheidet sich für eine bestimmte Suchanfrage, indem er auf die Schaltfläche Suche klickt, die Eingabetaste drückt oder eine der automatisch vervollständigten Suchanfragen auswählt.</li>
<li>Der Nutzer beendet die Eingabe und die Ergebnisse werden mindestens 3 Sekunden lang angezeigt.</li>
<li>Wir empfehlen Ihnen, die Leistung Ihrer Anzeigen wie gewöhnlich zu überwachen. Mit Google Instant kann sich die Gesamtzahl Ihrer Impressionen erhöhen oder verringern. Google Instant erhöht jedoch möglicherweise die Qualität der Klicks, da die Nutzer dabei unterstützt werden, in ihren Suchanfragen Begriffe zu verwenden, mit denen sie schneller die gesuchten Antworten finden. Dadurch könnte sich die Gesamtleistung der Kampagne verbessern.</li>
</ul>
</blockquote>
<p>Die SEO-Leute dürften nach einem kurzen Adrealinstoß hingegen erleichtert aufgeatmet haben: Das Ranking wird durch Google Instant nicht angefasst, verspricht Google zumindest. Allerdings sollte nicht vergessen werden, dass sich schon in Kürze das Suchverhalten der Nutzer radikal verändern wird. Man darf gespannt sein, welche Strategie der Optimierung künftig gefahren wird, denn SEO wird sich auf jeden Fall radikalisieren: Eine Echtzeitsuche schließt per defintionem die zweite Suchergebnisseite auf Google aus. Mehr darüber lässt sich bei <a href="http://bjoern-sievers.de/2010/09/08/wie-google-instant-seo-veraendert-oder-killt/" target="_blank">Björn Sievers</a> nachlesen.</p>
<p><script src="http://widgets.twimg.com/j/2/widget.js"></script><script type="text/javascript">// <![CDATA[
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		</item>
		<item>
		<title>Journalismus 2.0: Workshop für angehende Online-Journalisten</title>
		<link>http://www.avatter.de/wordpress/2010/09/workshop-journalismus-2-0-die-prasentation-im-uberblick/</link>
		<comments>http://www.avatter.de/wordpress/2010/09/workshop-journalismus-2-0-die-prasentation-im-uberblick/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 19:02:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[How-To]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Journalismus 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Mibeg Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Präsentation]]></category>
		<category><![CDATA[Workshop]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Folgenden finden Sie die Präsentations-Slides für den Tages-Workshop &#8220;Journalismus 2.0&#8243;, stattgefunden am Kölner Mibeg-Institut Medien am 7. September 2010. Der Kurs vermittelt angehenden Online-Journalisten, wie Social Media sich auf die aktuelle Berichterstattung auswirkt &#8211; und auf welche Weise professionelle Schreiber von neuen Kanälen wie Twitter und Facebook profitieren können. Wie funktioniert Journalismus 2.0, was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1118" title="screen-capture-2" src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/09/screen-capture-2.png" alt="" width="580" height="436" /></p>
<p>Im Folgenden finden Sie die Präsentations-Slides für den Tages-Workshop &#8220;Journalismus 2.0&#8243;, stattgefunden am Kölner <a href="http://www.mibeg.de/medien" target="_blank">Mibeg-Institut Medien</a> am 7. September 2010. Der Kurs vermittelt angehenden Online-Journalisten, wie Social Media sich auf die aktuelle Berichterstattung auswirkt &#8211; und auf welche Weise professionelle Schreiber von neuen Kanälen wie Twitter und Facebook profitieren können. Wie funktioniert Journalismus 2.0, was unterscheidet den Blogger vom Journalisten? Wo findet man Themen und Inspirationen für Artikel und Posts? Wie funktionieren Blogs? Wie verdienen Publisher im Internet ihr Geld? Wie lassen sich Aufträge generieren und wo geht die ganze Reise überhaupt hin? Die behandelten Themen im Überblick:</p>
<table border="0" cellspacing="5" cellpadding="5" width="100%">
<tbody>
<tr>
<td><strong>#1</strong> Die Lage der Holzmedien<br />
<strong> #2 </strong>Das Internet &amp; Social Media<br />
<strong> #3</strong> Journalismus 2.0<br />
<strong> #4</strong> Blumenkübel-Gate<br />
<strong> #5</strong> Quellenfindung</td>
<td><strong>#6</strong> Folge und werde Fan<br />
<strong> #7</strong> Bildrecherche<br />
<strong> #8</strong> Online Publizieren<br />
<strong> #9</strong> Monetarisierung<br />
<strong> #10</strong> Den Kopf über Wasser halten</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><span id="more-1086"></span></p>
<div id="__ss_5148560" style="width: 580px;"><strong><a title="Journalismus 2.0: Ein Workshop für angehende Online-Journalisten" href="http://www.slideshare.net/avatter/journalismus-20-ein-workshop-fr-angehende-onlinejournalisten">Journalismus 2.0: Präsentation</a></strong><object id="__sse5148560" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="580" height="400" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=mibeg-light-100907144830-phpapp01&amp;stripped_title=journalismus-20-ein-workshop-fr-angehende-onlinejournalisten" /><param name="name" value="__sse5148560" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed id="__sse5148560" type="application/x-shockwave-flash" width="580" height="400" src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=mibeg-light-100907144830-phpapp01&amp;stripped_title=journalismus-20-ein-workshop-fr-angehende-onlinejournalisten" name="__sse5148560" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<div style="padding: 5px 0 10px;">Direkt auf SlideShare lässt sich die Präsentation <a href="http://www.slideshare.net/avatter/journalismus-20-ein-workshop-fr-angehende-onlinejournalisten" target="_blank">im Vollbild</a> betrachten.</div>
</div>
<p><strong>Videolinks:</strong><br />
Da SlideShare nicht die Einbettung von Videoclips erlaubt, im Folgenden eine Liste der verwendeten Clips.</p>
<ul>
<li>Social Media Revolution: <a href="http://vimeo.com/11551721" target="_blank">Vimeo</a></li>
<li>Weitere aktuelle Zahlen zu Sozialen Netzwerken: <a href="http://www.gruenderszene.de/marketing/statistiken-zur-nutzung-des-internets-und-sozialer-netzwerke" target="_blank">Gründerszene</a></li>
<li>Kai Diekmann (Bild-Chef) über Bürgerjournalismus: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=1Sp4l-qCmoI#t=4m25s" target="_blank">YouTube</a></li>
<li>Wired Magazine auf dem iPad: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=YJox_gAl8EU" target="_blank">YouTube</a></li>
<li>FlipBoard App auf dem iPad: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=T8thK3mPOMY" target="_blank">YouTube</a></li>
<li>Henri Nannen Preis 2008 &#8211; &#8220;Print wirkt!&#8221;: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=8YtOUKtz7qE" target="_blank">YouTube</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Apples neues Social Music-Network: Was pingt mir das?</title>
		<link>http://www.avatter.de/wordpress/2010/09/apples-neues-social-music-network-was-pingt-mir-das/</link>
		<comments>http://www.avatter.de/wordpress/2010/09/apples-neues-social-music-network-was-pingt-mir-das/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 11:51:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[How-To]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Netznews]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Ping]]></category>
		<category><![CDATA[Social Network]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;It&#8217;s like Facebook and Twitter meet iTunes&#8221;, hatte Steve Jobs auf der Keynote gesagt. Auf dem Tagesplan stand die Präsentation neuer Musikutensilien für Käufer und Nutzer und Apple dürfte mit dem Line-Up (neue iPods, die Miet-Box AppleTV) die Community nicht enttäuscht haben. Das spannendste Projekt jedoch, das sich Cupertino wohl in den vergangenen Monaten ausgedacht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1067" title="screen-capture-127" src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/09/screen-capture-127.png" alt="" width="580" height="332" /></p>
<p>&#8220;It&#8217;s like Facebook and Twitter meet iTunes&#8221;, hatte Steve Jobs auf der <a href="http://events.apple.com.edgesuite.net/1009qpeijrfn/event" target="_blank">Keynote</a> gesagt. Auf dem Tagesplan stand die Präsentation neuer Musikutensilien für Käufer und Nutzer und Apple dürfte mit dem Line-Up (neue iPods, die Miet-Box AppleTV) die Community nicht enttäuscht haben. Das spannendste Projekt jedoch, das sich Cupertino wohl in den vergangenen Monaten ausgedacht hat, lautet nun also &#8220;<a href="http://www.apple.com/de/itunes/ping/" target="_blank">Ping</a>&#8220;.</p>
<p>Ping ist ein soziales Netzwerk, das fest in iTunes 10 verankert ist und in erster Linie der Entdeckung neuer Musik dienen soll. Damit hat sich Apple tatsächlich an den etablierten Marktplätzen Facebook und Twitter vorbeigeschlichen, um jedoch umso imposanter dem schwächelnden Netzwerk MySpace den Fehdehandschuh ins Gesicht zu knallen. Der News Corp.-Ableger kämpft seit Jahren gegen schwindende Nutzerzahlen an, derzeit misst der weltweite Mitgliederstamm rund 110 Millionen; eine Loyalität, die sich MySpace in sieben (!) Jahren erkämpfen musste. Ping steigt mit insgesamt 160 Millionen potentiellen Nutzern in den Ring &#8211; jeder von  ihnen benutzt heute iTunes, jeder von ihnen hat auch seine Kreditkartendaten hinterlegt. Der für den Herbst angekündigte Relaunch von MySpace ist ein schwacher und viel zu spät angekündigter Entschluss: News Corp. dürfte von dem plötzlichen Ping-Launch völlig aufgeschreckt worden sein. <span id="more-1066"></span></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1068" title="screen-capture-128" src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/09/screen-capture-128.png" alt="" width="580" height="508" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1069" title="screen-capture-129" src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/09/screen-capture-129.png" alt="" width="580" height="467" /></p>
<p>Apples Ping basiert auf dem &#8220;Folge und werde verfolgt&#8221;-Prinzip, gleichzeitig bietet das übersichtliche Profil eine transparente Vernetzung. Damit unterscheidet es sich von Twitter, bei dem der Echtzeitgedanke immer im Vordergrund steht und Tweets binnen zehn Minuten im Nirwana des Netzes verschwinden. Folgen kann man &#8220;Leuten&#8221; und &#8220;Künstlern&#8221;, deren Status-Updates dann regelmäßig auf dem Mitgliedsprofil erscheinen. Jobs hat bei der Präsentation besonderen Wert auf die Datenschutzeinstellungen gelegt, um nicht den Zuckerberg-Fehler zu machen, der regelmäßig Demonstrationen von Bürgerrechtlern und Senatoren vor seinem Wohnzimmerfenster geboten bekommt. Wenn der Ping-Nutzer möchte, dass ihm nur bestimmte oder gar keine User folgen, ist diese Entscheidung nur einen Klick entfernt.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1070" title="screen-capture-130" src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/09/screen-capture-130.png" alt="" width="580" height="224" /></p>
<p>Für eine grundsätzliche Einordnung des jeweiligen Musikgeschmacks, wird das neue Mitglied schon bei der Anmeldung gebeten, favorisierte Genres (maximal drei) und Lieblingsbands oder -songs (maximal zehn) anzugeben. Letztere Auswahl wird entweder manuell getroffen oder speist sich aus den Daten, die iTunes über jeden Anwender mit der Zeit automatisch gesammelt hat. Für die Personalisierung der Profilseite lassen sich der Name, Geschlecht, Wohnort, Kurzbiografie und ein Avatar-Bild angeben. Das war es auch schon.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1071" title="screen-capture-132" src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/09/screen-capture-132.png" alt="" width="580" height="319" /></p>
<p>Kommen wir nun also von den Ping-Möglichkeiten zu den Ping-Unmöglichkeiten. Denn so mutig das Projekt ist (wer startet heute angesichts von Facebook und Co. noch ein eigenes Netzwerk?), so viele Schwachstellen weist es auch bei seinem Start auf. Sicher, der Social Media-Gedanke ist das Grundprinzip von Ping &#8211; jedoch nur in seinem eigenen iTunes-Universum: Widgets? Apps? Die Einbindung von Info-Streams aus anderen Netzwerken? Verfügbarkeit aus dem Browser? Bei all diesen Fragen ist zunächst Kopfschütteln angesagt. Ping ist ein hermetisch abgeriegelter virtueller Client-Raum, der nur für die aktive iTunes-Gemeinde zugänglich ist. Wer es als Externer ausprobieren möchte, kommt an einen Account im Music-Store nicht vorbei. Damit fehlt Ping der essentielle Erfolgsgarant, die Offenheit, die Vernetzung nach außen zulässt und das Wachstum antreibt. Niemand wird Ping-Mitglied, weil er die Community schätzt. Jemand wird Ping-Mitglied, weil er die Aufwertung seines Musik-Players im Blick hat.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1072" title="screen-capture-133" src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/09/screen-capture-133.png" alt="" width="580" height="238" /></p>
<p>Eine Prognose für Apples weitere Schritte abzugeben, ist beinahe unmöglich. Das Unternehmen hat sich immer schwer damit getan, die Zügel locker zu lassen. Apps von Drittanbietern müssten an einer ebenso harten Kontrollinstanz vorbei, wie es heute die Programme für iPhone und iPad müssen. Auch fremder, ungefilterter Content von Konkurrenzportalen dürfte Apple ein Dorn im Auge sein. Der Gedanke dahinter: Wir wollen die Qualität des Netzwerks selbst bestimmen. Letztlich steht es auch in den Sternen, ob sich Apple vom Client-Ansatz lösen wird. Zwar wurden ausgewählte iTunes-Inhalte vor wenigen Monaten <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/iTunes-Store-Inhalte-im-Browser-922348.html" target="_blank">in den Browser überführt</a>, gekauft wird allerdings immer noch im installierten Programm iTunes. Immerhin: Zum Start hat es Ping auch auf die iOS-Gerätschaften geschafft, über die Nutzer nun einen mobilen Zugriff auf das Netzwerk haben. Wir werden sehen, wie Apple mit den Forderungen der anspruchsvollen Nutzer-Gemeinde künftig verfahren wird&#8230;</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="580" height="300" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="data" value="http://i.zdnet.com/flash/zdnet-skin.swf" /><param name="FlashVars" value="isRtmp=false&amp;uvpc=http%3A%2F%2Fi.bnet.com%2Fmedia%2F201007%2Fbnet-uvpc-tracking.xml&amp;apiPath=http%3A%2F%2Fp.zdnet.com%2Fdonut%2Fv1.0%2Fparam%2Fvideo%2Ffetch%2F%3FvideoIds%3D462081%26ncat%3D32166%3A13950%3A%26embeddable%3Dtrue&amp;geckoPath=http%3A%2F%2Fi.zdnet.com%2Fflash%2Fgecko.swf&amp;autoplay=false&amp;playOverlayText=Play%20BNET%20Video&amp;copyUrl=http%3A%2F%2Fwww.bnet.com%2Fvideos%2Fapple-keynote-itunes-10-gets-social-with-ping%2F462081&amp;" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://i.zdnet.com/flash/zdnet-skin.swf" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="580" height="300" src="http://i.zdnet.com/flash/zdnet-skin.swf" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" wmode="transparent" flashvars="isRtmp=false&amp;uvpc=http%3A%2F%2Fi.bnet.com%2Fmedia%2F201007%2Fbnet-uvpc-tracking.xml&amp;apiPath=http%3A%2F%2Fp.zdnet.com%2Fdonut%2Fv1.0%2Fparam%2Fvideo%2Ffetch%2F%3FvideoIds%3D462081%26ncat%3D32166%3A13950%3A%26embeddable%3Dtrue&amp;geckoPath=http%3A%2F%2Fi.zdnet.com%2Fflash%2Fgecko.swf&amp;autoplay=false&amp;playOverlayText=Play%20BNET%20Video&amp;copyUrl=http%3A%2F%2Fwww.bnet.com%2Fvideos%2Fapple-keynote-itunes-10-gets-social-with-ping%2F462081&amp;" data="http://i.zdnet.com/flash/zdnet-skin.swf"></embed></object></p>
<p style="text-align: center;">
<a href="http://flattr.com" target="_blank">
<img src="http://api.flattr.com/button/button-static-50x60.png" alt="Flattr this" title="Flattr this" border="0" /></a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Keynote im Live-Stream: Apple präsentiert den PI-Killer für Blogger</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 15:44:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Netznews]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Keynote]]></category>
		<category><![CDATA[Live-Stream]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Pressekonferenz am 7. Juni war für Apple-Verhältnisse eine einzige Katastrophe. Jobs hatte Schweißperlen auf der Stirn, als plötzlich Hunderte WLAN-Signale die Funkverbindung für das Herzstück der Präsentation störten. Journalisten und Blogger hatten kurzerhand ihre UMTS-Verbindungen in Hotspots umgewandelt und damit die Kanäle verstopft: für das iPhone 4 gab es vorerst nur eine Offline-Demo. Ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/09/screen-capture-126.png" alt="" title="screen-capture-126" width="580" height="298" class="aligncenter size-full wp-image-1059" /></p>
<p>Die Pressekonferenz am 7. Juni war für Apple-Verhältnisse eine einzige Katastrophe. Jobs hatte Schweißperlen auf der Stirn, als plötzlich <a href="http://www.pcworld.com/article/198308" target="_blank">Hunderte WLAN-Signale</a> die Funkverbindung für das Herzstück der Präsentation störten. Journalisten und Blogger hatten kurzerhand ihre UMTS-Verbindungen in Hotspots umgewandelt und damit die Kanäle verstopft: für das iPhone 4 gab es vorerst nur eine Offline-Demo. Ein solcher Fauxpas ist nach Konzernpolitik eigentlich unverzeihlich und auch Grund für Apples vergangene Entscheidungen, Keynotes niemals live zu streamen. Das soll sich heute erstmals ändern.</p>
<p>Apple hat angekündigt, ab 19 Uhr unserer Zeit auf <a href="http://www.apple.com/">http://www.apple.com</a> einen visuellen Live-Einblick in die anstehende Präsentation im Yerba Buena Center zu geben. Auf dem Programm stehen Ankündigungen aus dem Cupertino-Musikbusiness, in dem seit der Übernahme von Streaming-Dienst Lala mit einem  Rollout gerechnet wird. Der Haken: Das Live-Video wird <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/why_only_mac_users_can.php">nur auf Apple-Geräten</a> empfangbar sein.</p>
<p>Apple schlägt damit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Erstes werden offensichtlich die Hausprodukte weiter gepusht. Noch enttäuschter dürften aber die Blogger und Magazine über den Entschluss sein. Da Apple bislang die Öffentlichkeit aus derartigen Veranstaltungen ausgeklammert hatte, boomte an solchen Abenden die Institution Live-Ticker. Für Seiten wie TechCrunch, Mashable, Engadget war die journalistische Begleitung von Keynotes jedes Mal wie ein Weihnachtsfest, bei dem die Page Impressions in die Höhe kletterten und Verlinkungen im Sekundentakt zunahmen. Damit wird erst einmal Schluss sein. <span id="more-1058"></span></p>
<p>Apple holt sich damit wieder ein Stück Selbstbestimmung zurück und unterbindet Bewertungen und Vorverurteilungen. Auf der anderen Seite bedeutet eine solche Live-Aktion auch ein Drahtseitakt. Sollte irgendetwas heute Abend schief gehen, ist die ganze Welt (zumindest der Teil, der über Apple-Gerätschaften verfügt) Zeuge von Fehltritten. Und davon gab es in der Vergangenheit schon einige&#8230; </p>
<p><object width="580" height="460"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/KsKKQNZG3rE?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/KsKKQNZG3rE?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="580" height="460"></embed></object></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Loveparade &amp; naive Twitter-Nutzer: Wirrer Prügelkommentar zeigt Machtlosigkeit der etablierten Medien</title>
		<link>http://www.avatter.de/wordpress/2010/08/loveparade-naive-twitter-nutzer-wirrer-prugelkommentar-zeigt-machtlosigkeit-der-etablierten-medien/</link>
		<comments>http://www.avatter.de/wordpress/2010/08/loveparade-naive-twitter-nutzer-wirrer-prugelkommentar-zeigt-machtlosigkeit-der-etablierten-medien/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 20:34:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Netznews]]></category>
		<category><![CDATA[Kolesch]]></category>
		<category><![CDATA[Loveparade]]></category>
		<category><![CDATA[Schaller]]></category>
		<category><![CDATA[Westfalen-Blatt]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Montagmorgen hat Lovapent-Chef Rainer Schaller eine neue Seite ins Netz gestellt, die in Originalbildern und -mitschnitten zeigen soll, was am 24. Juli bei der Loveparade tatsächlich passiert ist. Zweifelsohne ist der dort zu sehende &#8220;Dokumentarfilm&#8221; politisch gefärbt: Wie zu vermuten war, ist auch dieses angeblich objektive Zeugnis ein neuer Delinquenzantrag für die Polizei, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/08/screen-capture-119.png" alt="" title="screen-capture-119" width="580" height="363" class="aligncenter size-full wp-image-1049" /></p>
<p>Am Montagmorgen hat Lovapent-Chef Rainer Schaller eine <a href="http://www.lopavent.com/" target="_blank">neue Seite ins Netz</a> gestellt, die in Originalbildern und -mitschnitten zeigen soll, was am 24. Juli bei der Loveparade tatsächlich passiert ist. Zweifelsohne ist der dort zu sehende &#8220;Dokumentarfilm&#8221; politisch gefärbt: Wie zu <a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,710193,00.html" target="_blank">vermuten</a> war, ist auch dieses angeblich objektive Zeugnis ein neuer Delinquenzantrag für die Polizei, die nach Meinung des Veranstalters auf allen Gebieten versagt hat. So leiht sich der Film unter anderem Autoritätsargumente bei der Feuerwehr, die an jenem Tage einige Maßnahmen aus &#8220;einsatztaktischer Sicht&#8221; als &#8220;sehr problematisch&#8221; bezeichnete und daher &#8220;dagegen&#8221; gewesen sei (<a href="http://live.loveparade.com/fkxt76kdrf887t/pdf/chronologie/feuwehrvermerk.pdf" target?"_blank">PDF</a>). Am 2. September wird Schaller bei Senioren-Talker Kerner <a href="http://www.presseportal.de/pm/6708/1672749/sat_1" target="_blank">im Privatfernsehen auftreten</a> und vehement diese These bekräftigen.</p>
<p>Der Zeitpunkt der Veröffentlichung ist zweifelsohne klug gewählt, da am kommenden Donnerstag das Verteidigungsbollwerk von Innenministerium und Polizei im NRW-Landtag aufgefahren wird. Bereits jetzt hat &#8211; ebenfalls wenig überraschend &#8211; NRWs Wachtmeister Nummer eins, Dieter Wehe, aufs <a href="http://www.stern.de/panorama/loveparade-macher-stellt-videos-ins-internet-1597973.html" target="_blank">Heftigste</a> protestiert: &#8220;Seine (Schallers) Aussagen werden nicht besser, nur weil er sie wiederholt. Der Veranstalter hat die Polizei um Hilfe gebeten, weil sein Sicherheitskonzept zusammen gebrochen war. Er hatte zugesagt, die Eingangsschleusen zu schließen. Das ist nicht geschehen.&#8221; <span id="more-1046"></span></p>
<p>Bei all dem Hin und Her fehlt allerdings noch eine Streitpartei, die bislang eher verdeckt den Mund aufgemacht hat: die Medien. Ausgerechnet das Bielefelder &#8220;<a href="http://westfalen-blatt.de" target="blank">Westfalen-Blatt</a>&#8221; (Slogan: &#8220;Kompetent im Netz&#8221;) spielt sich in der Nacht zum Dienstag zum Speaker der schreibenden Zunft auf und poltert, was das Zeug hält. Dazu lancierte Nachrichtenleiter Andreas Kolesch eine <a href="http://www.presseportal.de/pm/66306/1673154/westfalen_blatt" target="_blank">diffuse Pressemitteilung</a>,  bei der nicht klar zu erkennen ist, ob sie Meldung oder Kommentar sein soll. Darin wirft Kolesch dem Fitness-König Schaller in schärfsten Worten Parteilichkeit vor: &#8220;Damit erreicht der Streit über die Verantwortung für eine Katastrophe, bei der 21 junge Menschen ihr Leben verloren, eine neue Qualität, die weit über den Fall hinausweist&#8221;, so der Journalist. Das seiner Meinung nach Pikante an all dem &#8211; und insbesondere der neuen Website:</p>
<blockquote><p>Während bislang über die Medien kommuniziert, gestritten und eine Öffentlichkeit hergestellt wurde, gewährt jetzt ein Medium Einblicke sozusagen bis in die Ermittlungsakte: das Internet. Seht her, so war es, dies ist die Wahrheit!, will uns Schaller mit der kaum zu bewältigenden Flut von Videos, Grafiken und Dokumenten sagen.
</p></blockquote>
<p>Oh, mein Gott! Wir Medien wurden heute Zeugen unserer eigenen Entmachtung. Die Zeitung, das ehemalige Sprachrohr der absoluten Wahrheit, wurde an diesem Montag ins wirkungslose Abseits gestellt. Koleschs Fazit: &#8220;Unglaublich: Schaller spricht sich im Internet selbst frei!&#8221; </p>
<p>Als ob nie zuvor Beschuldigte versucht hätten, sich in vielerlei Hinsicht manipulativ von öffentlichen Vorwürfen freizusprechen &#8211; seien diese gerechtfertigt oder nicht; quilibet praesumitur bonus, donec probatur contrarium. Die Aufgabe der Wahrheitsfindung liegt nicht bei den Medien, sondern beim Gericht. Wie ein angeschossener Hund wütet Kolesch dennoch weiter: &#8220;Eine sechseinhalbminütige Kurzdokumentation über die angeblichen Unglücksursachen hätte keine Fernsehredaktion handwerklich besser machen können&#8221;, wird sich da empört. Schaller beanspruche &#8211; so wörtlich &#8211; die &#8220;Deutungshoheit&#8221;, die seiner Meinung nach klar bei den Zeitungen liegen würde. </p>
<p><img src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/08/kind_montage_ztg.jpg" alt="" title="" width="425" height="434" class="aligncenter size-full wp-image-1048" /></p>
<p>Interessant ist Koleschs Entschlüsselung der perfiden Schaller-Methode: &#8220;Wir erleben den erstmaligen Versuch, in einem strafrechtlichen Ermittlungsverfahren mit den geballten Möglichkeiten des Internet die öffentliche Meinung zu steuern.&#8221; Da haben wir es! Das Internet vergiftet Wirklichkeit! Doch schuld ist nicht nur Schaller und sein teuflisches Internet. Schuld sind in erster Linie die leichtgläubigen Nutzer: &#8220;Eine objektive Abwägung gibt es bei aller Ausführlichkeit der Darstellung nicht. Die Generation Twitter verlangt danach vielleicht auch nicht. Vielen werden die zugegeben so noch nicht gezeigten Bilder reichen&#8221;, so Kolesch und schiebt warnend hinterher: &#8220;Ein fatales Signal, wenn diese Art der Aufarbeitung Schule macht!&#8221;</p>
<p>Wer hier naiv ist? Das ist derjenige, der echte Aufklärung in einem schwebenden Verfahren von den Beteiligten fordert. Die Aufgabe der Medien ist es, auf die Gegenseite hinzuweisen, Transparenz in dem Wirrwarr gefärbter Informationen zu schaffen und dem Leser als Kompass zur Seite zu stehen &#8211; mehr nicht. Das &#8220;Westfalen-Blatt&#8221; gibt sich mit dieser Rolle aber nicht zufrieden und kämpft gleichermaßen um plumpe Beachtung und Existenzberechtigung:</p>
<blockquote><p>Dies ist ein Beleg, wie wichtig jetzt die Rolle der seriösen Medien ist, wie unverzichtbar aber auch eine gesunde Skepsis bei Lesern und Zuschauern. Denn Schuldsprüche sollten der Justiz vorbehalten bleiben, nicht dem Internet.</p></blockquote>
<p>Und auch nicht den Medien.</p>
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		</item>
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		<title>Sind Frauen die besseren Social Medians?</title>
		<link>http://www.avatter.de/wordpress/2010/08/sind-frauen-die-besseren-social-medians/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Aug 2010 15:49:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netznews]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Behauptung hält sich hartnäckig seit Anbeginn des menschlichen Zusammenlebens: Frauen können gut reden, Männer gut reparieren. Das Artikulationsvermögen des Mannes sei auf dem Niveau eines simplen Knurrens stagniert &#8211; so die Annahme &#8211; und die wenigen Laute, die er heute ausstößt, dienten seinerzeit lediglich der Koordination auf der gemeinsamen Mammutjagd. Die Frau wiederum, betraut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1023" title="frauensocialweb" src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/08/frauensocialweb.png" alt="" width="580" height="338" /></p>
<p>Die Behauptung hält sich hartnäckig seit Anbeginn des menschlichen Zusammenlebens:  Frauen können gut reden, Männer gut reparieren. Das Artikulationsvermögen des Mannes sei auf dem Niveau eines simplen Knurrens stagniert &#8211; so die Annahme &#8211; und die wenigen Laute, die er heute ausstößt, dienten seinerzeit lediglich der Koordination auf der gemeinsamen Mammutjagd. Die Frau wiederum, betraut mit den erzieherischen Aufgaben am heimischen Kaminfeuer, ist auf die Sprache angewiesen, da sich nur so Werte und Kultur an nachfolgende Generationen vermitteln lassen. Ist das Quatsch? Ja, das ist es. Eine <a href="http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/280121.html" target="_blank">Studie der Universität Texas</a> hatte bereits im Sommer 2007 bewiesen, dass beide Geschlechter im Alltag gleich viel reden: im Durchschnitt geben sowohl Männer als auch Frauen nämlich rund 16.000 Wörter pro Tag von sich.</p>
<p>Dennoch gibt es einen Unterschied. Und dieser betrifft mitnichten die Quantität der täglichen Äußerungen, wohl aber die Qualität &#8211; was der Leser nicht als Wertung auffassen sollte. Vielmehr zielt dieses Merkmal auf die soziale Kontaktfähigkeit ab, die vor allem beim weiblichen Geschlecht deutlich stärker ausgeprägt ist: Einfühlungsvermögen, Nachsicht, Empathie &#8211; dies alles sind Eigenschaften, die sich auch im Kommunikationsverhalten der Frau niederschlagen. <span id="more-1015"></span></p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-1016" title="vergleich" src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/08/vergleich.png" alt="" width="359" height="256" />Empirischen Studien zu diesem Thema lassen sich im großen Rahmen nur schwer auf konventionellem Wege anstellen, weshalb es fast schon an ein Wunder grenzt, dass erst jetzt Social Networks als Petrischale tatsächlich einmal gründlich ins Augen gefasst wurden. ComScore hat eine Studie unter dem Namen &#8220;<a href="http://blog.comscore.com/2010/08/women_on_the_web.html" target="_blank">Wie Frauen das Netz verändern</a>&#8221; (<a href="http://www2.comscore.com/l/1552/nontheWeb-comScore-English-pdf/JOZTD" target="_blank">PDF</a> der Studie) veröffentlicht, die genau dieser Fragestellung nachgeht. Und da es in diesem Gebiet nicht nur um kulturelle Erkenntnisse, sondern vor allem um viel Geld geht, ist die Untersuchung dementsprechend groß ausgefallen. Das Fazit: Frauen besuchen Soziale Netzwerken nicht nur häufiger, sondern verbringen dort auch mehr Zeit als Männer &#8211; Tendenz stark ansteigend.</p>
<p>Im Schnitt besuchten im Mai weltweit 75,8 Prozent aller Frauen mit Internetanschluss ein Social Network, bei den Männern waren es lediglich 69,7 Prozent. Mehr als 56,6 Prozent der Zeit, die Nutzer bei Facebook, Twitter und anderen Netzwerken verbringen, geht auf das Konto der Damen. Die Männer kommen auf 43,4 Prozent der Gesamtzeit. In absoluten Zahlen ausgedrückt heißt das: Weibliche User verbrachten im Mai 5,3 Stunden im Social Web, die Männer gerade einmal knapp vier Stunden. Vielleicht sollte man auch erwähnen, dass Frauen trotz des hohen Engagements zwar noch in der Minderheit sind (sie stellen lediglich 48 Prozent aller Internetnutzer), dafür es aber auch kräftig in der Kasse klingeln lassen. Ein Beispiel: Wenn US-Frauen im Netz unterwegs sind, sind sie im Schnitt für 58 Prozent aller Dollar verantwortlich, die online ausgegeben werden.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1025" title="facebook" src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/08/facebook.png" alt="" width="580" height="172" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1017" title="studivz" src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/08/studivz.png" alt="" width="580" height="187" /></p>
<p>Laut ComScore wirkt das Social Web auf viele Frauen wie ein Magnet. Das betrifft auch ältere Nutzerinnen ab 55 Jahren, die schon kurze Zeit nach ihrer Anmeldung in einem sozialen Netzwerk dort beinahe soviel Zeit verbringen, wie ihre jüngeren Geschlechtsgenossinen. Sharing und Kommunikation sind der Hauptantrieb, laut Untersuchung steht vor allem der gemeinsame Austausch von Bildern im Vordergrund.</p>
<p>Interessante Unterschiede finden sich auf bei Twitter, wo Frauen heute zahlenmäßig stärker als Männer vertreten sind. Anders als bei den Kerlen werden Twitter-Profile von weiblichen Usern in erster Linie dazu genutzt, um online direkte Konversation zu betreiben, Stars zu folgen oder die Schnäppchen-Tweets von Händlern zu sondieren:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1021" title="twitter" src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/08/twitter.png" alt="" width="430" height="517" /></p>
<p>Nun aber zurück zur Eingangsfrage: Sind Frauen die besseren Social Medians? Wenn wir alleine von den nackten Zahlen (diesen Kalauer bitte ich zu entschuldigen) ausgehen, lässt sich diese Annahme bereits ohne größere Umschweife bejahen: Frauen verbringen 16,3 Prozent ihrer gesamten Online-Zeit in Social Networks (Männer: 11,7 Prozent), auch beim Instant Messaging (11,3 zu 10,4 Prozent) und beim Mailen (7,7 zu 6,8 Prozent) sind sie Spitze. Die Ergebnisse der Untersuchung richten sich demnach in erster Linie mahnend an drei Teilnehmer im Social Web, die sich nun im Folgenden einige Gratis-Ratschläge von mir abholen können.</p>
<p><strong>1. Netzwerkbetreiber</strong></p>
<p>Sie täten gut daran, ihr Netzwerk auf die natürlichen Bedürfnisse weiblicher Kommunikation stärker auszurichten. Das Ende der Fahrenstange ist hier noch lange nicht erreicht, denn trotz des allgemeinen hohen Engagements gibt es noch viele Frauen, die noch von den Vorteilen einer Netzwerkmitgliedschaft überzeugt werden müssen. Senkt die Anmeldehürden, fördert den Austausch und verliert euch nicht in Spielereien.</p>
<p><strong>2. Werber und Händler</strong></p>
<p>Anbetracht der Tatsache, das Frauen gerne (nicht öfter) reden und häufiger im Netz einkaufen, wäre es ratsam, diese Killerkombi bei der Vermarktungsstrategie auch sinnvoll zu nutzen: Social Shopping wären hier ebenso wie Virtual Goods passende Schlagwörter. Viralkampagnen sollten nicht nur das Produkt, sondern auch den Prozess der Weitergabe in den Mittelpunkt rücken. Wenn die Studie global zutreffend ist, sind es vor allem die Frauen, die für die Mund-zu-Mund-Propaganda im Netz zuständig sind. Dieser Gender-Ansatz sollte bei der Kampagnenentwicklung berücksichtigt werden.</p>
<p><strong>3. Männer</strong></p>
<p>Gebt auf, ihr habt verloren! :)</p>
<p style="text-align: right;">(Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/liquene/3946614647/sizes/l/">Liquene</a> / Flickr)</p>
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		<title>iPhone 4: Apple nennt Bedingungen für Gratis-Gummi</title>
		<link>http://www.avatter.de/wordpress/2010/07/iphone-4-apple-nennt-bedingungen-fur-gratis-gummi/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 13:54:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tech]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Bumper]]></category>
		<category><![CDATA[iPhone 4]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist soweit, Apple beginnt mit dem Roll-Out der großen &#8220;Nimm, was du kriegen kannst&#8221;-Aktion für enttäuschte Nutzer des iPhone 4. Schon in der Nacht wurden entsprechende Aufrufe vereinzelt per Mail versendet, jetzt folgt die offizielle Ansage. Am 16. Juli hatte Steve Jobs zähneknirschend allen Kunden ein Gratis-Gummi (&#8220;Bumper&#8221;) oder &#8211; je nach Verfügbarkeit &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/07/screen-capture-7.png" alt="" title="screen-capture-7" width="320" height="423" class="alignright size-full wp-image-1003" />Es ist soweit, Apple beginnt mit dem Roll-Out der großen &#8220;Nimm, was du kriegen kannst&#8221;-Aktion für enttäuschte Nutzer des iPhone 4. Schon in der Nacht wurden <a href="http://www.macrumors.com/2010/07/22/apple-beginning-to-process-refunds-for-iphone-4-bumpers/" target="_blank">entsprechende Aufrufe</a> vereinzelt per Mail versendet, jetzt folgt die <a href="http://www.apple.com/iphone/case-program/" target="_blank">offizielle Ansage</a>. Am 16. Juli hatte Steve Jobs zähneknirschend allen Kunden ein Gratis-Gummi (&#8220;Bumper&#8221;) oder &#8211; je nach Verfügbarkeit &#8211; eine Schutzhülle für das iPhone 4 versprochen. Das Case soll dafür sorgen, dass die Leitfähigkeit der Hand nicht länger die Antennenperformance beeinträchtigt.</p>
<p>Wer bereits Eigentümer eines Bumpers ist und diesen direkt bei Apple gekauft hat, soll den Ankündigungen nach den bezahlten Betrag zurückerstattet bekommen: Wie dies bei deutschen Kunden geschehen soll, die bei Retail-Shops ihr Zubehör kauften, ist nicht bekannt. Händler wie Gravis haben sich noch nicht offiziell dazu geäußert, weshalb ich es auf einen Filialbesuch mit der Quittung in der Hand einfach mal ankommen lassen würde (haltet aber auch ein Auge auf deren <a href="http://twitter.com/GRAVIS_Germany" target="_blank">Twitter-Account</a>).</p>
<p>Der eigentliche Antrag für einen Gratis-Bumper wird über eine App abgewickelt, die ab heute <a href="http://www.itunes.com/iphone4_case_program" target="_blank">bei iTunes</a> zu finden ist. Die App ist ebenso wie der Versand der Ware kostenfrei. Apple knüpft die Bestellung jedoch gleich an mehrere <a href="http://images.apple.com/iphone/case-program/pdf/iPhone4_Case_Program_US.pdf" target="_blank">Bedingungen</a>, die Nutzer zu Kenntnis nehmen sollten: <span id="more-1002"></span></p>
<ul>
<li>Alle Anträge werden ausschließlich über die App entgegen genommen.</li>
<li>Pro iPhone 4 darf nur ein Antrag gestellt werden.</li>
<li>Die Auswahl der Bumper und Cases geschieht im &#8220;eigenen Ermessen&#8221; von Apple.</li>
<li>Das Programm kann jederzeit &#8220;ohne Ankündigung&#8221; eingestellt werden.</li>
</ul>
<p>Für die Bestellung werden die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/International_Mobile_Equipment_Identity" target="_blank">IMEI</a> sowie die Seriennummer des jeweiligen Geräts geprüft, um Missbrauch zu vermeiden. Zudem werden die Kunden zur Eile gebeten: Wer sein iPhone 4 <em>vor</em> dem 23. Juli gekauft hat, muss den Antrag spätestens bis zum 22. August abgeschickt haben. Alle anderen Kunden haben ab Kauf dreißig Tage Zeit, um den Bumper zu bestellen. Der 30. September markiert das vorläufige Ende der Aktion, wie es danach weiter geht, weiß nur Apple.</p>
<p>Auf einen schnellen Versand der Hüllen sollte allerdings niemand hoffen. Laut App beträgt die Lieferzeit aktuell &#8220;zwei bis vier Wochen&#8221;.</p>
<p><object width="580" height="460"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/FjGT-8Rp6fI&amp;hl=de_DE&amp;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/FjGT-8Rp6fI&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="580" height="460"></embed></object></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Warten auf Gutenberg 2.0</title>
		<link>http://www.avatter.de/wordpress/2010/07/warten-auf-gutenberg-2-0/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 16:52:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[BDZV]]></category>
		<category><![CDATA[Print]]></category>

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		<description><![CDATA[Jean Paul sagte einmal &#8220;Die Erinnerung ist das einzige Paradies, woraus wir nicht vertrieben werden können.&#8221; Und der Spruch hängt seit Jahren als Poster an den Bürowänden der deutschen Zeitungsbosse. Mir erschließt sich nicht, woher diese Hartnäckigkeit kommt, dieses Winden, dieses bornierte Festhalten an Gewesenem, aber eines ist sicher: Wenn die deutsche Printbranche sich auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-987" src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/07/3777343342_543eebb298_b.jpg" alt="" width="580" height="399" /></p>
<p>Jean Paul sagte einmal &#8220;Die Erinnerung ist das einzige Paradies, woraus wir nicht vertrieben werden können.&#8221; Und der Spruch hängt seit Jahren als Poster an den Bürowänden der deutschen Zeitungsbosse. Mir erschließt sich nicht, woher diese Hartnäckigkeit kommt, dieses Winden, dieses bornierte Festhalten an Gewesenem, aber eines ist sicher: Wenn die deutsche Printbranche sich auf ihrer heutigen BDZV-Jahrespressekonferenz auf einen <a href="http://www.bdzv.de/pressemitteilungen+M56572ec3b5f.html" target="_blank">rettenden Kurs</a> eingeschworen hat, so wird sie die eingeschlagene Richtung geradewegs in die Scheiße reiten.</p>
<p>Es ist nicht kurz vor zwölf. Es ist bereits später Nachmittag für Deutschlands Printmetier und dennoch reiben sich die Verleger noch immer verträumt den Schlaf aus den Augen: &#8220;Bitte, noch einmal umdrehen. Nur noch ein wenig.&#8221; Wer gehofft hatte, dass der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger am heutigen Tag einen Masterplan zur Reform der einer Jahrhundertbranche vorlegen würde, wurde bitter enttäuscht. Es bleibt beim alten Spiel: Bestandsaufnahme und Schuldzuweisung.</p>
<p>Offenbar haben sich die Verlage nun erleichtert darauf verständigt, dass eines Tages das Electronic Publishing den Vogel abschießen wird. In den Verlagen werde intensiv an Inhalten, Design und Vermarktungsmodellen gearbeitet, sagte Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff. Die gesamte Branche bewege sich in einer &#8220;wichtigen Experimentierphase&#8221;. Es bestehe Konsens, dass die &#8220;neuen Tablets große Chancen&#8221; böten, das klassische Geschäftsmodell der Zeitung, nämlich Vertriebserlöse plus Werbeerlöse, in die &#8220;digitale Welt&#8221; zu übertragen. &#8211; In diesem ehrgeizigen Unterfangen stecken für das Jahr 2010 noch eine Menge Konjunktive. Gibt es konkrete Pläne? Gibt es Kooperationen? Ideen zur Umsetzung? Gibt es Best Case-Szenarien? Wenn Gedrucktes künftig auf dem Display gelesen wird, wie werden diese Inhalte aufbereitet? Wie lauten die Namen der Vertriebspartner? Werden auch alle an einem Strang ziehen? Wolff drückte sich um konkrete Ansagen und schickte lieber seinen IT-Kollegen Fuhrmann (Abteilung &#8220;Kommunikation + Multimedia&#8221;) auf das Podium, um die Euphorie mit Hinweisen auf die problematische Hardware-Vielfalt und das Preisdiktat der Hersteller vorsorglich zu dämpfen. Das war es. Das Buch wurde geschlossen und eine neue Runde im Wettwarten auf die rettende Reinkarnation Gutenbergs eingeläutet. Eines Tages wird er kommen, eine glänzende 2.0 vor sich hertragend, und eine ganze Branche aus der Misere herausholen. Aber nicht heute. <span id="more-986"></span></p>
<p>Um sich die Zeit bis dahin zu vertreiben, machten die Verleger das, was sie am besten können: Delinquenten benennen, ihre Vergehen offenlegen und mit erhobener Faust einen unerbittlichen Prozess fordern.</p>
<p><strong>Feind Nummer eins: Die Tagesschau</strong></p>
<p>Klingt komisch, ist aber so. Dr. Kai Gniffke, Chefredakteur der Tagesschau, ist der Brudermörder. Der gutgelaunte Hamburger hatte sich in der Vergangenheit unbeliebt bei seinen Kollegen aus dem Privatsektor gemacht: Erst hatte er eine sanfte Explansionspolitik im Netz angekündigt, dann wollte seine Redaktion noch eine wuchtige iPhone-App hinterher schieben. Es ist Gniffke zu verdanken, dass die Menschen scharenweise nicht nur von &#8220;RTL aktuell&#8221;, sondern auch von den Zeitungsbüdchen abrücken, so der BDZV. Zur Verdeutlichung hält Wolff einen Ausdruck (!) der tagesschau.de-Seite in die Runde. Es seien ARD und Co., &#8220;die mit ihren gebührenfinanzierten Onlineauftritten jede Marktentwicklung konterkarierten&#8221;, meinte Wolff zornig und kündigte an, mit &#8220;allen zur Verfügung stehenden juristischen und politischen Mitteln Front gegen diese Praxis&#8221; zu machen. Im Umkehrschluss würde dies bedeuten, dass ein Boykott der 20-Uhr-Nachrichten (und der Online-Pendants) die Printbranche auf einen Schlag erlösen würde, nehme ich an. Das wettbewerbsverzerrende Verhalten der Nachrichtensprecher und ihrer Schreiber ist das Joch der Privaten und damit nicht länger hinnehmbar!</p>
<p><img src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/07/screen-capture-61.png" alt="" title="" width="580" height="331" class="aligncenter size-full wp-image-996" /></p>
<p><strong>Feind Nummer zwei: Die Textdiebe</strong></p>
<p>Es ist das schmierige Blogger-Gewürm, das sich wie ein Pilz auf den sauer erarbeiteten Content des Qualitätsjournalismus niedergelassen hat und ihn langsam überwuchert &#8211; natürlich nicht, ohne davon profitabel zu zehren. Hören wir Wolffs O-Ton: &#8220;Dass unsere Inhalte ohne jede Legitimation und Gegenleistung gewerblich genutzt werden, ist kein Zukunftsmodell für die deutsche Verlagsindustrie.&#8221; Mit seinem Kampf gegen das Online-Plagiat will der Geschäftsführer gleich auch die Journalisten ins Boot holen, die Dank eines anständigen Leistungsschutzrechts lukrative Nebenverdienste in Aussicht gestellt bekommen. Dass Redaktionen ihre Themen wiederum im Netz finden, wird zwar nicht erwähnt, jedoch schiebt Wolff vorsorglich mehrmals hinterher, dass man vor allem gegen gewerblich orientierte Textdiebe vorgehen wird, um die schreibenden Leser nicht zu vergraulen. Jeder, der Zitate nicht ordnungsgemäß kennzeichnet und sein WordPress-Theme mit Google-Anzeigen schmückt, steht auf der Abschussliste.</p>
<p><strong>Feind Nummer drei: Die Politik</strong></p>
<p>Die Koalition hat mit ihren öffentlichen Gedankenspielen zur Erhöhung der Mehrwertsteuer für Printprodukte nicht nur eine ganze Branche in Schockzustand versetzt, sondern hat damit auch das hohe Gut der Demokratie leichtfertig aufs Spiel gesetzt! Um Himmels Willen! &#8220;Zeitungen sind wie Lebensmittel&#8221;, mahnt Wolff. &#8220;Sie sichern die Teilhabe und den Diskurs in einer pluralistischen und demokratisch verfassten Gesellschaft.&#8221; Doch der BDZV krallt sich nicht nur an den sieben Prozent Mehrwertsteuer &#8211; er fordert eine Senkung! Niemand könne eine &#8220;plausible Antwort&#8221; auf die Frage geben, warum es &#8220;überhaupt eine Steuer für politische Meinungs- und Willensbildung&#8221; gebe, so Wolff. Recht hat er! Allerdings verschweigt er auch, dass es die Verleger waren, die Angesichts der Krise reflexartig und massenweise Journalisten auf die Straße gesetzt, Ressorts gestrichen, Mantelredaktionen errichtet und zu großen Teilen auf die Textwüsten der Agenturen gesetzt haben. Meinungsvielfalt, Aufklärung und die Analyse haben nicht den Sprung in das 21. Jahrhundert geschafft. Und sollte jetzt noch eine Mehrwertsteuererhöhung dazukommen, müssten die Verleger in ihrer betäubten Ideenlosigkeit ja noch mehr Leute feuern!</p>
<p><strong>Feind Nummer vier: Die Deutsche Post</strong></p>
<p>Warum die deutsche Zeitungs- und Zeitschriftenlandschaft den Bach runter geht? Wegen der Post! Genau genommen handelt es sich um Zumwinkels Erbe, ein Billigblättchen mit dem berauschenden Namen &#8220;Einkauf Aktuell&#8221;, das &#8211; eingeschweißt in Cellophan &#8211; gleich tonnenweise deutsche Hausflure verschmutzt. Seitdem die Wurfwerbesendung bei jedem Bürger samstags ins Haus flattert, kauft einfach niemand mehr den &#8220;Spiegel&#8221; oder die &#8220;Super Illu&#8221;. <img class="alignleft size-medium wp-image-990" src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/07/2005-07-16-einkauf-aktuell-204x300.jpg" alt="" width="204" height="300" />Zu diesem Zeitpunkt der Pressekonferenz war man beim BDZV komplett in Rage: &#8220;Es ist eine Chuzpe, wie der Staat seine schützende Hand über ein Monopolunternehmen hält, bei dem er immer noch der größte Aktionär ist, statt die wirklich freie Wirtschaft und den Mittelstand zu fördern&#8221;, so Laskowski von der Abteilung Verlagswirtschaft. Der perfide Gratisschmöker der ehemaligen Deutschen Bundespost vergiftet den Verstand und hemmt den Griff zum Portemonnaie, da der nichtzahlende Kunde erstklassigen Content frei Haus geliefert bekommt. Um den privaten Verlagshäusern so richtig eins auszuwischen, habe sich die Post den besten Partner zur Seite geholt, den man im Qualitätsjournalismus für Geld haben kann: &#8220;Dass der ADAC als staatlich anerkannter gemeinnütziger Verein ab September 2010 das Post-Produkt &#8216;Einkauf Aktuell&#8217; mit redaktionellen Inhalten bestücken soll, ist der Gipfel der Wettbewerbsverzerrung&#8221;, polterte Laskowski. Aufmacher wie: &#8220;Die besten Winterreifen für kleines Geld!&#8221;, &#8220;Sparen in der Waschanlage&#8221; und &#8220;Kleinwagen richtig beladen&#8221; versetzen dem Printimperium den Todesstoß!</p>
<p>Jetzt einmal Spaß beiseite: Es ist nicht das erste Mal, dass der BDZV so einen Haufen aberwitziger Giftpfeile völlig wirr in die Welt spuckt. Als außenstehender Blogger mag die illustre Runde der Beschuldigten amüsieren, doch als Journalist komme ich aus dem Fremdschämen nicht mehr heraus. Die Pressekonferenz endete mit einer desaströsen Bilanz des vergangenen Jahres, die Werbeumsätze sind um unglaubliche 15 Prozent auf 700 Millionen Euro geschrumpft. Die Auflagen gingen um 2,5 Prozent zurück, im ersten Quartal 2010 waren es bereits 2,7 Prozent. Ehrlich gesagt geht mir das dumpfe Herumpoltern seit Jahren auf den Brownie, doch wirklich erschüttert mich, wie viele Leichen die Printindustrie auf ihrem Weg der Stagnation hinter sich lässt. Es wird lediglich reagiert, erwidert, gekontert &#8211; ohne auch nur einmal an sich selbst herunterzublicken und zu verstehen, wie tief der Sumpf aus gefährlichem Nostalgiegeflunker eigentlich geworden ist. Es ist zum Heulen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-994" src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/07/screen-capture-51.png" alt="" width="580" height="255" /></p>
<p>Gehen wir also mal mit gutem Beispiel voran und lassen den Kopf nicht hängen. Für Schuldzuweisungen ist immer noch genug Raum. Hier habe ich drei kleine Tipps, wie &#8211; wenn das Ruder schon nicht herumgerissen werden kann &#8211; sich doch wenigstens das Segel in den Wind drehen lässt:</p>
<p><strong>1.</strong> Hört zu, was sich die Leser wünschen. &#8220;iPad&#8221; macht sich gut als Schlagwort, doch da kann es nicht aufhören. Fragt die Leute, was, wie und wo sie lesen wollen. Nicht jeder mag Apple, nicht jeder würde für Lokales zahlen, nicht jeder will auf einem Tablet lesen.</p>
<p><strong>2.</strong> Die vergangenen Jahre haben tiefe Furchen im Qualitätsanspruch hinterlassen. Für den Journalismus gilt, was für alle anderen Branchen ebenfalls gilt: Qualität zahlt sich aus. Seht zu, dass sowohl eure Schreiber als auch eure Leser wieder etwas zu Denken bekommen.</p>
<p><strong>3.</strong> Zieht an einem Strang. Paid Content ist eine heikle Angelegenheit, die nicht nur mit dem Kunden, sondern vor allem auch mit dem Wettbewerb besprochen werden muss. Dies ist nicht die Zeit für Gefechte via Pressemitteilungen, sondern für Kooperationen und gemeinsame Ideenfindung.</p>
<p style="text-align: right;">(Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/epsos/3777343342/">Flickr</a> &#8211; Fotograf: epsos)</p>
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		<title>Shitstorm gegen Viacom: Wie der US-Riese geklaute Clips vermarktet</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 08:47:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Netznews]]></category>
		<category><![CDATA[JoCo]]></category>
		<category><![CDATA[Viacom]]></category>
		<category><![CDATA[VlogBrothers]]></category>
		<category><![CDATA[YouTube]]></category>

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		<description><![CDATA[Mittlerweile dürften alle mitbekommen haben, dass sich Viacom und YouTube gerade wieder vor Gericht gegenüber stehen. Das Medienimperium (MTV, CBS, DreamWorks, Paramount und andere) fordert von der Google-Tochter nicht weniger als eine Milliarde US-Dollar Schadensersatz. Warum? Weil Viacom auch im Jahr 2010 noch auf die Feststellung beharrt, dass der YouTube-Videokatalog bis zu achtzig Prozent aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/06/viacom.png" alt="" title="viacom" width="280" height="352" class="alignleft size-full wp-image-969" />Mittlerweile dürften alle mitbekommen haben, dass sich Viacom und YouTube gerade wieder vor Gericht gegenüber stehen. Das Medienimperium (MTV, CBS, DreamWorks, Paramount und andere) fordert von der Google-Tochter nicht weniger als <a href="http://www.googlewatchblog.de/2010/03/19/youtube-vs.-viacom-wird-zur-schlammschlacht/">eine Milliarde US-Dollar Schadensersatz</a>. Warum? Weil Viacom auch im Jahr 2010 noch auf die Feststellung beharrt, dass der YouTube-Videokatalog bis zu achtzig Prozent aus geklautem Content besteht.  </p>
<p>Google sieht der ganzen Geschichte aufgeregt-gelassen entgegen und schleuderte den Viacom-Anwälten einige interessante Gegenbeweise entgegen: Etwa, dass Viacom in der Vergangenheit mehrmals versucht hätte, YouTube aufzukaufen und als dies nicht gelang, die Plattform immer wieder für Guerilla-Marketingaktionen profitabel nutzte. So schlimm kann diese Räuberhöhle also doch bitte schön gar nicht sein, so das Fazit von Google. Zudem sei es naturgemäß problematisch, geschützte Inhalte manuell zu filtern, wenn Viacom seine Seeding-Agenturen beauftragt, nachts ihre Virals auf die Plattform zu schießen.</p>
<p>Fernab des Gerichtssaals nahm der Konflikt nun eine andere interessante Wendung. Viacom unterhält nämlich selbst ein Videoportal &#8211; <a href="http://www.spike.com/" target="_blank">spike.com</a> &#8211; der Online-Ableger des gleichnamigen US-Senders für junge Machos (&#8220;An audience described demographically as &#8216;young adult males&#8217;.&#8221;). Schaut euch bitte nun dazu den folgenden Clip der VlogBrothers an: <span id="more-967"></span></p>
<p><object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/-1PIICmNlH0&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;hd=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/-1PIICmNlH0&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;hd=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object></p>
<p>Alles verstanden? Allem Anschein nach vermarktet Viacom auf spike.com urheberrechtsgeschützte Inhalte beziehungsweise Videos, die nach CC lizenziert sind (der &#8220;Flickr&#8221;-Clip ist CC, sowohl die Musik als auch die Fotos). Preroll-Ads, Banner und Display &#8211; ein wahres Werbefeuerwerk. Anders ausgedrückt: Auf spike.com geschieht genau das, was nach Darstellung Viacoms auch auf YouTube passiert.</p>
<p>Wie einige von euch wissen, bin ich ein großer Fan von <a href="http://www.jonathancoulton.com/" target="_blank">Jonathan Coulton</a> und so blieb ich an der Story dran, als JoCo <a href="http://twitter.com/jonathancoulton/status/15667359791" target="_blank">über Twitter</a> einen kleinen <a href="http://www.urbandictionary.com/define.php?term=shit%20storm" target="_blank">Shitstorm</a> ankündigte (100+ Retweets):</p>
<p><img src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/06/screen-capture-5.png" alt="" title="Twitter" width="572" height="274" class="alignleft size-full wp-image-968" /></p>
<p>Kurz nach der öffentlichen Drohung, Viacom wegen der 37 Dollar (oder 13.800 Dollar &#8211; je nachdem, welcher juristischen Rechenprozedur man folgt) in Grund und Boden zu verklagen, meldete sich der Vice President Corporate Communications bei Coulton und entschuldigte sich für das Versehen. Wenige Minuten später war der Clip &#8220;<a href="http://www.jonathancoulton.com/primer/flickr/" target="_blank">Flickr</a>&#8221; offline. Man werde sich wieder melden, versprach Viacom und Coulton war außer sich vor Verwunderung, als es in einer erneuten Ansprache plötzlich hieß, der Solokünstler habe Viacom doch eigentlich alle Rechte übertragen.</p>
<p>Coulton entsann sich dunkel, im Jahr 2006 mit dem Produzenten einer VH1-Show gesprochen zu haben, in der es um Virals gehen sollte und hatte sich im Mailverkehr einverstanden damit erklärt, dass sein Clip als Beispiel benutzt würde. Darüber hinaus wurde der Musiker gefragt, ob Viacom das Video auch auf iFilm veröffentlichen dürfe. Vor wenigen Jahren wurde aus iFilm jedoch Spike.com und so ist der Rest ist Geschichte. <a href="http://www.jonathancoulton.com/2010/06/10/the-viacom-kerfuffle/" target="_blank">Auf seinem Blog</a> erklärt sich nun Coulton:</p>
<blockquote><p>So who’s the idiot? Me. I should have investigated the nature of iFilm a little more before saying yes – if the display of the video was commercial in nature, which it appears to have been, then permission was not mine to give. This is because the photos are CC licensed for noncommercial use. I would have to get permission from all those photographers to use the video in a commercial way. I confess that at the time I was so thrilled that anyone cared I just didn’t think about it. Neither did I think about the fact that the video could also not appear on television for the same reason. Thankfully they decided to air a video of some hot girls kissing instead.</p></blockquote>
<p>Was wir aus der Story bislang lernen können:</p>
<p><b>1.</b> So etwas kann nur im Jahr 2010 passieren.<br />
<b>2.</b> Gib Medien-Vertretern nie die uneingeschränkte Erlaubnis, deine Inhalte zu nutzen.</p>
<p>Auf der positiven Seite muss man neidlos eingestehen, dass sich Viacom &#8211; zumindest was die Öffentlichkeitsarbeit 2.0 angeht &#8211; richtig verhalten hat. Sie haben zugehört, gehandelt und dadurch vielleicht sogar von der aufoktroyierten Anti-Imagekampagne profitiert, da sie Coulton zwar nichts zahlten, sich aber werbewirksam bereit erklärten, 500 Dollar an ein <a href="http://www.donorschoose.org/donors/proposal.html?id=398710" target="_blank">Gitarrenlern-Projekt</a> für Kinder zu spenden.</p>
<p>Leider hat das Unternehmen kurz danach aber wieder alles versaut. Denn nun meldeten sich wiederum die VlogBrothers zurück: Viacom hat es tatsächlich fertig gebracht, ihr obiges Video, in dem es um den Fall Coulton geht, zu klauen und <a href="http://nerdfighters.ning.com/profiles/blogs/viacom-irony" target="_blank">auf spike.com zu veröffentlichen</a>. Inklusive umrahmender Werbekirmes. Die beiden Brüder jubelten innerlich vor Vorfreude &#8211; und bitten nun öffentlich um Rechtsbeistand, da sie eine Klage gegen Viacom vorbereiten wollen. Streitwert? 60 Cent. Und eine dicke Entschuldigung auch in Richtung YouTube:</p>
<p><object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/wCBLmhh2qPE&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;hd=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/wCBLmhh2qPE&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;hd=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object></p>
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		<title>Ich verlasse Basic Thinking</title>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 08:11:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[avatter]]></category>
		<category><![CDATA[Abschied]]></category>
		<category><![CDATA[Basic Thinking]]></category>
		<category><![CDATA[Bloggen]]></category>
		<category><![CDATA[intergenia]]></category>
		<category><![CDATA[onlinekosten.de]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe lange darüber nachgedacht, ehe ich den Entschluss fasste. Und noch länger darüber, wie ich ihn formuliere. Doch letzten Endes ist es ganz einfach: Ich verlasse Basic Thinking zum 30. Juni. Lasst mich die Entscheidung ein wenig erklären. Am Abend der Auktion, am 15. Januar 2009, bekam ich einen Anruf aus Hürth bei Köln. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/gliederpuppe_2.jpg" alt="" title="Basic Thinking" width="280" height="427" class="alignright size-full wp-image-932" />Ich habe lange darüber nachgedacht, ehe ich den Entschluss fasste. Und noch länger darüber, wie ich ihn formuliere. Doch letzten Endes ist es ganz einfach: Ich verlasse Basic Thinking zum 30. Juni. Lasst mich die Entscheidung ein wenig erklären.</p>
<p>Am Abend der Auktion, am 15. Januar 2009, bekam ich einen Anruf aus Hürth bei Köln. Serverloft &#8211; beziehungsweise die Muttergesellschaft Intergenia AG &#8211; hatte bei Roberts Versteigerung <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,601539,00.html" target="_blank">den</a> <a href="http://www.zeit.de/online/2009/04/basic-thinking-verkauft" target="_blank">Zuschlag</a> <a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/blog-versteigerung-basic-thinking-fuer-euro-verkauft-1.491168" target="_blank">bekommen</a>. Ich machte mir ein Kölsch auf und gab über den Hörer orthografische Tipps  bei der Gestaltung der <a href="http://www.serverloft.de/basic-thinking.php" target="_blank">Pressemitteilung</a>. Noch in der Nacht machte ich Trockenübungen, am nächsten Morgen wurden wir ins kalte Wasser geworfen. Von Anfang an war klar, dass wir keinen Robert 2.0 bieten konnten &#8211; und wollten. Wir versuchten kurze Post, klassische News-Beiträge, Intellektuelles, Boulevardeskes, dann Persönliches. Neben der Sondierung des Stils machten wir uns auf die Suche nach unserer inhaltlichen Nische. Die Kollegen aus den <a href="http://www.deutscheblogcharts.de/" target="__blank">Deutschen Blogcharts</a> machen &#8211; damals wie heute &#8211; einen erstklassigen Job, also stand es außer Frage, hier zu wildern. Wir brauchten etwas Eigenes.</p>
<p>Nach einigen Wochen bekam ich die ersten Zahlen auf den Tisch, die mir zeigten, dass wir auf dem richtigen Weg waren. Wir forcierten die eingeschlagene Richtung. Wenn wir bei der Themenjagd fündig wurden, fungierte die Quelle als Steinbruch. Man kann ruhig das Fenster danach schließen – es bringt auf lange Sicht nichts, das Gelesene in eigenen Worten wiederzugeben oder einfach nur einen Link darauf zu platzieren. Auf Basic Thinking schrieb ich einmal über die Idee dahinter: </p>
<blockquote><p>Blogger sollten niemals vergessen, dass sie ein eigenes Publikum besitzen – so groß oder klein es auch sein mag. Und das hat Anspruch auf eine zielgruppengenaue Ansprache. Das bedeutet nichts anderes, als dass das Thema von immer neuen Perspektiven beleuchtet werden muss: Worum geht es überhaupt? Wieso ist es so und nicht anders? Könnte es anders sein? Was halte ich als Autor davon? Was bedeutet das für den jeweiligen Leser und wie kann er am Besten davon profitieren? Und was hält er davon? </p></blockquote>
<p>Die Erklärung eines neuen Dienstes wie beispielsweise Google Wave sollte für Business-Leute anders ausfallen, als für Schüler, für Internetneulinge, Bastelexperten, Journalisten, für Angelvereine. <span id="more-926"></span></p>
<p>Heute, anderthalb Jahre später, haben sich die Zugriffszahlen von Basic Thinking verdoppelt (mich persönlich freut auch die positive Bilanz der jeweiligen Verweildauer der User). Innerhalb der ersten drei Monate gewann das Blog 1.600 Follower &#8211; heute sind es über 7.650 Nutzer, die sich täglich <a href="http://twitter.com/basicthinking" target="_blank">über Twitter</a> mit Links und Infos versorgen. Zudem haben sich mehr als 2.550 Fans der neuen <a href="http://www.facebook.com/basicthinking" target="_blank">Facebook-Seite</a> angeschlossen. Gemeinsam mit Spreeblick teilen wir uns abwechselnd den dritten Platz in den Deutschen Blogcharts. Es gibt über 26.000 Feed-Leser. Wir werden in klassischen Medien zitiert, geben Interviews und erhalten Einladungen von großen Unternehmen, um im Social Media-Metier hier und da Starthilfe zu geben. Die Vermarktung des Blogs ist angelaufen (zugegebenermaßen mit einigen <a href="http://www.avatter.de/wordpress/2010/03/rss-teaser-bei-basic-thinking-lange-ist-nicht-alles/">Irritationen</a>), erste Werbeformen sind erprobt, weitere Refinanzierungsmaßnahmen sind im Köcher und der Designer hat bereits einige vielversprechende  Entwürfe für das lang erwartete Redesign vorgelegt.</p>
<p>Warum also die Koffer packen und abhauen? Ich bin seit  2007 Redakteur bei onlinekosten.de. Zuvor habe ich jahrelang als Journalist, Werbetexter und Übersetzer gearbeitet. Ende der Neunziger schmuggelte ich mich als 19-Jähriger in einen Kölner Verlag: &#8220;Sie sind Student, richtig? Wir haben nur Jobs für Studenten.&#8221; Ich überlegte kurz und sagte: &#8220;Ja.&#8221; Ich wollte unbedingt schreiben. Zwei Tage später hatte ich die erste Abiturprüfung. Seitdem habe ich als zufällig anwesender Journalist den Schlagergroßvater Günter Wewel (&#8220;Kein schöner Land&#8221;) in seiner Heimatstadt Arnsberg verunglimpft, dichtete mittelalterliche Copy-Texte für den größten Produzenten im Kettensägenmarkt (Kampagne: &#8220;Ein Spektakulum!&#8221;), dachte mir Claims für den HiFi-Spezialisten Onkyo aus, konzipierte einen &#8220;Life-Planner&#8221; für eine Düsseldorfer Agentur, portraitierte auf 480 Zeichen über Tausende Websites (&#8220;Internet-Telefonbücher&#8221; &#8211; so etwas gab es damals noch!), testete Freeware für ein Münchener Portal, schrieb einen Englisch-CD-Sprachkurs für Aldi (4,99 Euro), versorgte die News-Sparte von Adzine mit Beiträgen, übersetzte ein Matheprogramm, war Co-Autor beim Ratgeber &#8220;Deutsch für den Beruf&#8221;, dazwischen schrieb ich Filmrezensionen und Satire-Geschichten, redigierte als studentische Hilfskraft die Köln-Krimis meines Professors, baute und textete Websites für mehrere Event-Agenturen, schrieb für einen US-Publisher Erotik-Stories, konzipierte einen Reise-Flyer für Midlife-Crisis-Herren (&#8220;Reif für die Insel&#8221;), übersetzte psychedelische Werbebotschaften einer  Modekette und besorgte die technische Dokumentation für einen Hersteller, der Roboter baut, welche die von Hitze verbogenen Rohre von innen wieder gerade biegen. </p>
<p><img src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/basic-thinking-oelbild-2.jpg" alt="" title="Ölbild" width="280" height="310" class="alignleft size-full wp-image-941" />Kurzum: Ich stand nun mehr als zehn Jahre an der Text-Front. Mit Basic Thinking hat sich dieses Karussell rapide beschleunigt. Die Arbeit auf dem Blog war intensiv, Stress und ordentlich Überstunden waren an der Tagesordnung, dazu kam der knappe pekuniäre Ausgleich &#8211;  doch es hat wahnsinnig Spaß gemacht. Wie oft kommt es im normalen Berufsalltag schon vor, dass man die Dame der CeBIT-Halleninspektion mit dem Angebot eines seriösen Interviews überraschen darf? Dass man von Lesern ein gigantisches Ölgemälde als Geschenk überreicht bekommt? Dass an einem späten Freitagabend der polternde Protest von Google Deutschland kommt, man würde hierzulande &#8220;Anti-Google-Stimmung&#8221; verbreiten, weil man zuvor kritisch über Street View berichtet hatte? Oder dass man einem ZDF-Kamerateam in aller Breite erklären darf, was an Zensursulas Plänen faul war?</p>
<p>Ich habe mich dazu entschlossen, das tagesaktuelle News-Geschäft Basic Thinking zu verlassen und für eine unbestimmte Zeit die Seiten zu wechseln. Den Betreiber und die Kollegen habe ich bereits über meine Absichten informiert. Das Blog ist auf dem besten Weg, die Zahlen und das Leserfeedback stimmen und was noch viel wichtiger ist: in Hürth sitzt ein hochmotiviertes Team erstklassiger Redakteure (die Freien eingeschlossen), die ihren Job ernst nehmen und Basic Thinking als das sehen, was es ist: eine Herausforderung, die jeden Tag gemeistert sein will. </p>
<p>Ich habe in der Vergangenheit das eine oder andere Angebot bekommen, das ich mir nun in aller Ruhe durch den Kopf gehen lasse (weitere Angebote sind natürlich gerne gesehen). Meine Promotion an der Universität Köln wartet ebenfalls auf eine verstärkte Beachtung. Dazu sind in den vergangenen Monaten auch Ideen für eigene Projekte entstanden. Werde ich weiterhin bloggen? Ja, das habe ich vor Basic Thinking getan und werde es auch danach noch tun. Es gibt Entwicklungen in der Welt, die kann man gar nicht unkommentiert stehen lassen. Doch jetzt gönne ich mir erst einmal eine kleine kreative Auszeit. Ich danke all den Lesern, die uns die Treue gehalten haben und weiterhin halten, für ihre Kommentare und die Kritik sowie Robert für den <a href="http://www.robertbasic.de/2010/02/andre-vatter-im-interview-von-kuriosen-paketen-und-dicken-foren/" target="_blank">Support</a>. Und natürlich den beiden Teams von onlinekosten.de und Basic Thinking. Macht weiter so! </p>
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		<title>Fünf Podcasts, die es absolut wert sind, gehört und gesehen zu werden</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Apr 2010 14:10:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netznews]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Videocast]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei den Podcastern zeichnet sich seit ein, zwei Jahren dasselbe ab, wie wir es derzeit in der Blogosphäre beobachten können: alle werden ein wenig müder, was vor allem den professionellen gegenüber den privaten Machern zugute kommt. Die Blüte der privaten Abo-Radios war um das Jahr 2006 herum, ich selbst ziehe mir seit rund fünf Jahren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/04/PodcastLogo300x300.png" alt="" title="PodcastLogo300x300" width="250" height="250" class="alignright size-full wp-image-904" />Bei den Podcastern zeichnet sich seit ein, zwei Jahren dasselbe ab, wie wir es derzeit in der Blogosphäre beobachten können: alle werden ein wenig müder, was vor allem den professionellen gegenüber den privaten Machern zugute kommt. Die Blüte der privaten Abo-Radios war um das Jahr 2006 herum, ich selbst ziehe mir seit rund fünf Jahren Podcasts, später kamen Videocasts dazu. Viele höre ich unterwegs, manche nur auf Bahnfahrten, einige regelmäßig auch direkt am Rechner. Nun dachte ich also, dass es einmal an der Zeit sei, ein paar Empfehlungen auszusprechen, um noch einmal das noch junge Medium aufmerksam zu machen. Außerdem habe ich vor, meine Abo-Palette zu erweitern und bin für jeden Hinweis dankbar. Und hier sind sie, meine (vorläufigen) fünf Lieblingspodcasts:</p>
<p><b>Platz 1: &#8220;Nachtzug nach Hamburg&#8221;</b></p>
<p>Reiko Schmidt hat einen tollen Job: Seine eigene Wohnung in Hamburg Niendorf kennt er praktisch nur von Fotos, er ist ständig unterwegs, kein Kontinent ist vor ihm sicher. Was genau er beruflich macht, ist aber auch heute noch &#8211; nach über 1.300 Ausgaben seines &#8220;<a href="http://nachtzug-nach-hamburg.podspot.de/" target="_blank">Nachtzug nach Hamburg</a>&#8221; &#8211; weiterhin Top-Geheimsache. Reiko spricht nicht über seine Person, sondern über das, was ihm auf all den Reisen begegnet. Er berichtet über gastronomische Eigenheiten, Stadtteil-Klassifizierungen in Bogota, Opernbesuche am Montag, Beinahe-Flugzusammenstöße, Chipkartenfehler und 24/7-EDEKAs. Nebenbei gibt er <a href="http://nachtzug-nach-hamburg.podspot.de/post/nnh1245-restaurants-cafes-und-bars-in-hamburg/" target="_blank">wertvolle Tipps</a> für Hamburg-Besucher. Reiko produziert mit wenigen Ausnahmen täglich, ich bin seit über zwei Jahren dabei, die tausendste Folge feierte er gemeinsam mit seiner besten Freundin tatsächlich in einem Nachtzug von Paris nach Hamburg. Seit kurzem steht er auch <a href="http://www.formspring.me/nachtzug" target="_blank">bei Formspring</a> Rede und Antwort. Absoluter Hörbefehl! <span id="more-905"></span></p>
<p><b>Platz 2: &#8220;Das Philosophische Radio&#8221;</b></p>
<p>Jeden Freitagabend läuft auf WDR5 &#8220;<a href="http://www.wdr5.de/sendungen/philosophische-radio.html" target="_blank">Das Philosophische Radio</a>&#8220;. Moderator und in diesem Fall Podcaster ist <a href="http://www.wdr5.de/team/juergen-wiebicke.html" target="_blank">Jürgen Wiebicke</a>, der in einer fassungslos machenden Unaufgeregtheit durch die einstündige Sendung führt: Er lässt niemanden auflaufen, ist rhetorisch in Topform und ist nicht nur den Damen gegenüber wahnsinnig charmant. Der WDR selbst sagt, dass Wiebicke ein so guter Sprecher wurde, weil er schon als Kind eine Sauklaue hatte. Das &#8220;Philosophische Radio&#8221; ist keine knochentrockene Angelegenheit, sondern ein zeitgemäßes Format, das immer wieder auch aktuelle Entwicklungen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft mit aufnimmt: Selbstachtung, Terrorismus, Humor, Ästhetik &#8211; zu jedem Themenkomplet lädt sich Wiebicke einen Spezialisten ein, ebenso kommen Hörer zu Wort. Das ich Philosophie studiert habe und lässig kommunizierter Intellektualismus mich wie blöde anzieht, steht er auf der Liste an zweiter Stelle.</p>
<p><b>Platz 3: &#8220;Die Profis: Der Benecke&#8221;</b></p>
<p>Schon seit Jahren laufen auf RadioEins (RBB) &#8220;<a href="http://www.radioeins.de/programm/sendungen/die_profis/index.html" target="_blank">Die Profis</a>&#8220;, ein populärwissenschaftliches Programm, das Alltagsfragen auf den Kopf stellen soll. Mit dabei ist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mark_Benecke" target="_blank">Mark Benecke</a>, den manche aus der Flimmerkiste kennen: Er ist Dipl.-Biol. Dr. rer. medic.  M.Sc. Ph.D. an der Uni Köln, Vorsitzender der Transylvanian Society of Dracula, Mitglied des Kommitees des Nobelpreises für kuriose wissenschaftliche Forschungen, außerdem Musiker &#8211; und seit Anfang des Jahres auch Spitzenkandidat der PARTEI für den Posten des NRW-Ministerpräsidenten. Vor allem kann er aber eines: Als Naturwissenschaftler so sprechen, das man es als Mathe-Abwähler auch verstehen kann. Deshalb bekommt er den dritten Platz für seinen <a href="http://www.radioeins.de/archiv/podcast/die_profis_benecke.html" target="_blank">Profi-Podcast beim RBB</a>.</p>
<p><b>Platz 4: &#8220;New Media Minute&#8221;</b></p>
<p>Daisy Whitney wirkt wie Schneewittchen auf Drogen, doch die US-Amerikanerin hat einiges auf dem Kasten. So war sie beispielsweise die erste Journalistin, die einen persönlichen Videocast ins Netz stellte. Heute beschäftigt sich &#8220;<a href="http://daisywhitney.com/newmediaminute/" target="_blank">New Media Minute</a>&#8221; mit allem, was in das Internet hineingeht oder herauskommt. Sie bringt Insiderwissen mit ein und berichtet an vorderster Front über das Business 2.0. Manchmal hält ihr Mann dabei die Kamera. Ich habe sie hier schon einmal mit dem Beitrag &#8220;<a href="http://www.avatter.de/wordpress/2009/11/nachruf-auf-das-gestylte-viral-video/">Viral Video is dead</a>&#8221; vorgestellt. Interessant ist Whitney vorallem wegen ihrer Perspektive: Netzstories kennen wir alle, doch sie rollt einiges von völlig ungewohnten Seiten auf.</p>
<p><b>Platz 5: &#8220;Wissen macht Ah!&#8221;</b></p>
<p>Ganz toller <a href="http://www.wdr.de/tv/wissenmachtah/multimedia/podcast.php5" target="_blank">Kinder-Podcast</a> der gleichnamigen WDR-Sendung und einer meiner wenigen Videocasts: Shary Reeves und Ralph Caspers stellen Redaktion und Moderation. Shary kommt aus New York, Ralph aus Borneo, auch, wenn er bis heute nicht das genau Datum seiner Geburt kennt. Die <a href="http://www.wdr.de/tv/wissenmachtah/index.php5" target="_blank">Seite</a> von &#8220;Wissen macht Ah!&#8221; bekam im vergangenen Jahr den Grimme Online Award überreicht &#8211; leider wurde der Inhalt der Sendung bislang noch nicht dekorativ gewürdigt. Wenn ich WmAh in der Bahn sehe, schirme ich zwar immer das Display mit den Händen nach außen ab, aber: kommt schon! Wer bleibt denn bitte nicht beim WDR hängen, wenn die beiden auftreten? Platz 5 für den putzigste Wissens-Podcast ever.</p>
<p>Natürlich sind das nicht die einzigen Podcasts, die ich höre. <a href="http://www.cliq.fm/" target="_blanK">CliqFM</a> von Michael ist ein tolles Format (vor allem das &#8220;Frühstück im Bett&#8221; jeden Samstagmorgen). <a href="http://audio.zeit.de/cgi-bin/hoeren.pl?db_choose=zeit_wissen" target="_blank">Zeit Wissen</a> ist ebenfalls eine Empfehlung wert, ebenso wie die <a href="http://www.theonion.com/articles/latest/radio-news/" target="_blank">Radio Onion News</a>. Weitere Tipps? </p>
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		<title>RSS-Teaser bei Basic Thinking: Länge ist nicht alles / Interviews</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 17:45:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netznews]]></category>
		<category><![CDATA[avatter]]></category>
		<category><![CDATA[Basic Thinking]]></category>
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		<description><![CDATA[Darum geht es. Nach dem Kauf ist Basic Thinking ein Jahr lang nicht vermarktet worden, wir Redakteure wurden also ein Jahr lang praktisch vom Betreiber für Nüsse bezahlt. Es gab und gibt Experimente mit Affiliate, jedoch ist der Schwerpunkt des Blogs so gelegt, dass es praktisch nichts zu verlinken gibt: Neue Funktion bei Facebook? Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-885" title="rss" src="http://www.avatter.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/03/rss.png" alt="" width="250" height="287" /></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/03/04/basic-thinking-warum-der-rss-feed-gekuerzt-wurde/" target="_blank">Darum geht es.</a></p>
<p><a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/03/04/basic-thinking-warum-der-rss-feed-gekuerzt-wurde/" target="_blank"></a><br />
Nach dem Kauf ist Basic Thinking ein Jahr lang nicht vermarktet worden, wir Redakteure wurden also ein Jahr lang praktisch vom Betreiber für Nüsse bezahlt. Es gab und gibt Experimente mit Affiliate, jedoch ist der Schwerpunkt des Blogs so gelegt, dass es praktisch nichts zu verlinken gibt: Neue Funktion bei Facebook? Die Zeitungskrise? Ein Steve Ballmer-Statement? Ein iPhone-Gerücht? Ich weiß nicht, wie es andere machen, aber ich biege die Posts nicht so, dass es passt und ich entsprechende Keywords unterbekomme, ich halte ein solches Vorgehen schlicht für Verarsche des Lesers. Deshalb hat es so etwas bis heute nicht bei uns gegeben und wird es auch nicht. Eine Querfinanzierung können und wollen wir nicht, wir wollen unabhängig sein. Wir haben auch nicht Agenturen im Rücken, wie es meinetwegen die anderen aus den Blogcharts haben, um ihr Tagewerk zu vergüten. Vorne als Blogger brillieren und hinten rum als Berater die neue SPD-Kamapgne organisieren oder Ähnliches. Wir machen keine Werbung für die Muttergesellschaft oder ihre Produkte.</p>
<p>Bleiben also zwei Wege: Paid Content und Werbung. Paid Content? Anyone? Ich bin großer Anhänger von Bezahlinhalten, jedoch weiß ich, dass es wahrscheinlich nur die Hardcore-Fans mitmachen würden. Das wäre zu wenig für eine 2,5-3-Mann-Redaktion, die manchmal von 8-24 Uhr vor dem Rechner sitzt. Dennoch wird die Option für die Zukunft nicht ausgeschlossen. <span id="more-884"></span></p>
<p>Bleibt also die Werbung. Seit zwei, drei Wochen hat Basic Thinking einen Vermarkter, der seine Aufgabe wahrnimmt. Das Blog ist vielleicht bekannt, doch ich glaube, dass viele die Größe und Reichweite überschätzen. Damit die Vermarktung nun also gelingen kann und wir auf eigenen Beinen stehen können, muss entsprechend Traffic auf die Seite. Ich verstehe den Vorteil den RSS mit sich bringt, aber letztendlich (und das haben die Kommentare bei uns auch gezeigt) bedeuten die vollen Feeds, dass da sauer erarbeiteter Content an der Seite vorbeigeschmuggelt wird. Wer unsere Inhalte mag und sie gerne liest, der macht halt nun einen Klick mehr und leistet dadurch einen großen Beitrag für uns. Die aktuelle Diskussion sehe ich ziemlich locker, abgesehen davon, dass ich den Spruch &#8220;Feed gelöscht, ihr Schweine! Ich will Robert!&#8221; schon im Januar 2009 öfters gelesen habe, noch bevor ich ein Wort gebloggt hatte (und das war noch die freundliche Variante). Letztendlich haben wir unser Ding gemacht und waren erfolgreich. Und ehrlich gesagt sehe ich es auch nicht mehr ein, mir den Arsch für einige Leser aufzureißen, die meinen, dass sie Anspruch auf alles hätten: Gratis im Feed lesen und dazu den AdBlocker beim Besuch der Seite &#8211; diese uns heute wieder offen zum Ausdruck gebrachte, anonyme Häme juckt mich nicht mehr. Das sind Leser, auf die ich wirklich gut verzichten kann.</p>
<p>Wir werden in den kommenden Tagen noch einige Änderungen vornehmen, den Teaser-Feed tweaken, dass wir Text bis zum More-Tag und die Bilder bekommen. Dann sehen wir weiter&#8230;</p>
<p><strong>Update: Reaktionen</strong></p>
<p>Da die Umstellung doch höhere Wellen als erwartet geschlagen hat, hier noch zwei Erklärungen:</p>
<ul>
<li>Blogpost auf Basic Thinking: <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/03/07/basic-flashback-danke-fuer-das-arschloch-lieber-leser/" target="_blank">Danke für das &#8220;Arschloch&#8221;, lieber Leser!</a></li>
<li>Interview bei Meedia: <a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/basic-thinking-und-der-web-mob-_100026704.html" target="_blank">Basic Thinking und der Web-Mob</a></li>
<li>Interview bei Robert: <a href="http://www.robertbasic.de/2010/03/andre-vatter-basic-thinking-chefredakteur-im-interview/" target="_blank">Über die Kürzung</a></i>
<li>Fritz-Radiointerview: <a href="http://trackback.fritz.de/2010/03/13/trb-171-zensur-abmahnung-basic-thinking-mite-cuba_libre_jr/" target="_blank">Warum Basic Thinking den RSS-Feed kürzt</a></li>
</ul>
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