Posts Tagged ‘App Store’

Cleverer Siegeszug auf das iPhone: Opera sahnt norwegischen PR-Preis ab

6. November 2010  |  Social Media, Tech  |  1 Comment  |  Share

Ich weiß noch, wir lagen drüben bei Basic Thinking unter den Tischen, als wir die Meldung lasen. Opera hatte zwei Mädels an den Flughafen in Barcelona geschickt, um die Gäste des Mobile World Congress zu begrüßen – eigentlich war die Höflichkeit an einen bestimmten Mann gerichtet, Steve Jobs, doch der brauchte nicht einmal selbst vor Ort zu sein, damit der PR-Stunt aufging.

Opera hatte damals ein Problem zu bewältigen: Wie schafft man den gleichnamigen Browser vorbei an die Zerberussen des App Stores auf das iPhone? Opera Mini kommt mit einer eigenen Architektur – und Apple erlaubt lediglich Browser, die wie Safari auf WebKit basieren. Genauer gesagt: Apps dürfen nur nativ laufen und keinen eigenen Code interpretieren.

Opera mogelte sich bei der Entwicklung durch und schaffte es, wie beim Desktop-Pendant ein System auf die Beine zu stellen, bei der Website-Daten zunächst auf die eigenen Proxy-Server geladen, dort komprimiert und erst dann auf die Endgeräte weitergeleitet werden. Das spart Zeit, vor allen Dingen aber auch Traffic, was Roaming-Nutzern sehr entgegen kommt. Ist das nativ? Opera bejahte die Frage für sich und anstatt nun den Kampf mit Apple aufzunehmen, zogen die Norweger zunächst einmal die Öffentlichkeit auf ihre Seite. Weiterlesen

Warum Micropayment (derzeit) nicht zur Rettung der Verlage taugt

21. Mai 2009  |  Journalismus, Netznews  |  1 Comment  |  Share

Kolbrück: “Warum geben die Zeitungen und Verlage ihren Leser nicht direkt einen Kindle, das ist doch endlich dann billiger.”
Lobo: “Eine gute Frage, die ich gerne an die Verlage weiterleiten wollen würde…”

Beim Durchschauen der Videocasts der Hamburger next09 bin ich über ein interessantes Interview mit Sascha Lobo gestolpert, Fragesteller ist Horizontler Kolbrück. Neben Twittern geht es darin um die Frage, ob Micropayment zur Rettung des deutschen Verlagswesens taugen könnte (ab 6:18 min). Lobo bejaht dies mit vorsichtigem Optimismus, verweist aber gleichzeitig auch auf die Notwendigkeit zum Experimentieren: eine besondere Rolle käme dabei sicherlich der Hardware zu. Als Beispiele werden der iPod (Online-Verkauf von Musik) und das iPhone (der App Store) genannt. Vorbild könnte aber auch der Amazon Kindle sein, der seinen Besitzern die Möglichkeit bietet, E-Books und Feeds zu kaufen beziehungsweise kostenpflichtig zu abonnieren.



Hier möchte ich gerne einen Schnitt machen – und vielleicht ein paar Antworten liefern. Bleiben wir zunächst bei Apple und dem iPhone. Erst kürzlich konnte Cupertino stolz verkünden, dass die erste Milliarde bei den App-Downloads geknackt wurde – offensichtlich ein erfolgreiches Produkt. 35.000 Miniprogramme sind derzeit für das iPhone und den iPod touch verfügbar. Laut einer Statistik von O’Reilly liegt der durchschnittliche Preis einer Bezahl-App großzügig errechnet bei etwa 2,65 Dollar. Die Analysten von Lightspeed haben daraufhin ihre Mathehausaufgaben gemacht und folgende Rechnung aufgestellt. Weiterlesen