
Da gibt es nichts zu beschönigen: Der erste europäische Cyber Monday von Amazon war ein Schlag ins Wasser. Der Versuch, das Modell des vorweihnachtlichen Kaufrausches auf deutsches Terrain zu übertragen, ist schlicht gescheitert. Doch auch die Österreicher kochen vor Wut. Logistisch lief beim Versandhändler am Montag alles so reibungslos ab, wie versprochen. Es gab keine technischen Pannen, keine Ausfälle: die 30 (am Ende waren es 31) ausgewählten Produkte wurden mit ordentlich Rabatt wie versprochen zum Kauf angeboten – allein am Vorrat mangelte es. Amazon hatte im Vorfeld der Aktion bereits vorsorglich darauf hingewiesen, dass keine Verfügbarkeitsgarantie bestehe, ebenso gebe es keinen rechtlichen Anspruch bei technischen Zwischenfällen. Doch dass die Warenbestände binnen Millisekunden leerverkauft waren, damit hatte wohl tatsächlich niemand gerechnet.
Zugegeben, Amazon hatte mächtig die Werbetrommel gerührt, von einer “crossmedial beworbene Aktionslandingpage” für den Cyber Monday gesprochen – doch hätte man vermutlich nicht nur die Marketingabteilung, sondern vor allem auch einmal die Lageristen zu Wort kommen lassen sollen. Weiterlesen
Es geht los! Seit Anfang des Monats hat Amazon.de die Votings der Kunden für die 30 populärsten Produkte der Shopping-Plattform eingesammelt. Nun steht das Lineup: Jeder dieser Artikel wird am 29. November mit bis zu 80 Prozent Rabatt angeboten.
Für den Cyber Mondy bei Amazon gelten jedoch ein paar Regeln, die im ich Folgenden noch einmal kurz erläutern möchte:
1. Der Startschuss für die Aktion ist am Montag um 10 Uhr, die Verkaufsphase dauert bis 22 Uhr – bis dahin muss jedoch das Produkt nicht nur im Warenkorb verstaut, sondern auch bezahlt sein.
2. Das Roll-Out der rabattierten Produkte verläuft zeitversetzt: Alle zwei Stunden stehen jeweils fünf Artikel zur Auswahl. Erst dann erfahren Kunden auch den endgültigen Preis.
3. Cyber Monday-Angebote sind so genannte Blitzangebote und unterliegen damit bestimmten Kaufkonditionen.
4. Kunden haben keine Kaufagarantie – Bestellungen werden nur so lange entgegengenommen, wie der Vorrat reicht. Weiterlesen
In den Vereinigten Statten ist der Cyber Monday seit 2005 bereits fest im Weihnachtsgeschäft etabliert. An keinem anderen Tag des Jahres verkaufen Online-Händler so viel wie an diesem ersten Montag nach Thanksgiving. Drei Jahre später ist auch Frankreich auf den Zug aufgesprungen, im vergangenen Jahr dann Portugal und nun ist Deutschland an der Reihe: Amazon hat sich dazu entschlossen, am 29. November die Kunden in einen interaktiven Kaufrausch zu versetzen. Ich erkläre kurz, nach welchem Prinzip der Cyber Monday verläuft.
Zur Auswahl stehen rund hundert Produkte aus dem gesamten Amazon-Katalog. Nutzer haben insgesamt fünf Stimmen, um ihre Lieblingswaren zu benennen. Am Ende werden alle Votings zusammengerechnet und die 30 Top-Produkte präsentiert. Amazon verpflichtet sich, genau diese Waren am 29. November portofrei und mit bis zu 80 Prozent Preisnachlass für jeweils zwei Stunden auf der Plattform anzubieten – mit einer kleinen Einschränkung: “Solange der Vorrat reicht.” Zudem gibt es den Hinweis, dass jeder Kunde nur ein Cyber Mondy-Schnäppchen machen darf. Die Abstimmungsphase läuft vom 1. bis zum 25. November – die verbleibenden vier Tage benötigt der Versandhändler, um die Warenbestände vorsorglich aufzustocken. Weiterlesen













