Der Embed-Trick: MySpace schaltet ungefragt Werbung auf fremden Seiten
Posted in Musik, Netznews on Januar 1st, 2010 by André – Be the first to comment
Rupert Murdoch mag Ahnung vom Nachrichtengeschäft haben – Social Media bleibt für ihn aber wohl immer ein Buch mit sieben Siegeln. Seit rund zwei Jahren dümpelt sein Netzwerk MySpace vor sich hin, Mitglieder und Künstler ziehen in Scharen von der Plattform ab – Facebook ist das neue Ding. Für das quersubventioniertes Liebhaberprojekt gönnte sich die Mutter News Corp erst im Spätsommer 2009 das Gedankenspiel, aus MySpace künftig ein Entertainment-Portal zu machen: Musik-Labels und Filmstudios sollen dann die Gelegenheit, sich auf breiterer Basis aufzustellen, wobei die Mitglieder früher oder später zu interagierenden Zuschauen degradiert werden.
Kurze Zeit nach dieser Ankündigung kaufte MySpace den Musik-Dienst iLike für 20 Millionen US-Dollar. Anfang Dezember schlug Murdoch dann bei Imeem zu – ebenfalls ein Streaming-Angebot für soziale Musikerfahrung. MySpace zahlte eine Million Dollar dafür, der eigentliche Wert wird auf rund acht Millionen geschätzt, doch die noch ausstehenden finanziellen Verpflichtungen des Unternehmens waren eine teure Mitgift. Wie bei iLike facktelte News Corp nicht lange mit der Integration der neuen Tochter, wobei unter anderem die Hälfte der Belegschaft auf der Strecke blieb. Dass bei der Übernahme zudem die Dritt-Entwickler ihre Schnittstelle und die Imeem-Mitglieder ihre gesamten Playlisten verloren, störte MySpace nur wenig. read more »


