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Google+, Facebook und Twitter: Es kann nur einen geben

4. Juli 2011  |  Social Media  |  Kommentare deaktiviert

Wir können nicht in die Zukunft sehen, aber immerhin die ersten Zeichen deuten. Und in diesen Tagen passiert viel hinter den Kulissen des Social Web. Google+ nimmt ganz langsam Fahrt im Netz auf, wie erste Beobachter berichten, könnten wir die Marke von einer halben Million Mitglieder bereits in der fragilen Invite-Beta-Phase geknackt haben. Das sind Peanuts verglichen mit den 700+ Millionen Facebook-Nutzern – doch es ist ein klares Statement.

Stellt sich die Frage, wie es weitergeht. Facebook ist aufgescheucht und übt sich derzeit in Zurückhaltung. Für Mittwoch ist die Präsentation einer “großartigen” App geplant: wie es aussieht, wird Skype in die Plattform integriert, was eine Wahnsinnssache gewesen wäre, wenn Google dieses Feature mit “Hangouts” nicht bereits frei Haus liefern würde. Zuckerberg ist spät dran, man hat sich auf dem Weg verzettelt. Bereits 2009 (!) berichteten wir, dass ein VoIP-Netzwerk für Facebook in den Startlöchern stehe. Wir sollten noch zwei Jahre länger darauf warten müssen.

Niemand hätte vor einem Monat vermutet, dass es tatsächliche eine reelle Chance geben könnte, dass Facebook in die Defensive geraten könnte. Nun aber ist es soweit. Wie Zuckerberg freimütig gegenüber Robert Scoble zugibt, habe er sich bereits um einen Google+-Account bemüht. Mit Google+ sind die Karten nicht neu gemischt worden: es sind neue hinzugekommen. Schon bald wird es reiches Biotop an Plattform-Features und Mobile-Apps geben; sobald der Suchriese die API freigibt, können Entwickler und Nutzer die Plattform so gestalten, wie es ihnen gefällt. Einiges wird uns von Facebook bekannt, anderes wird uns recht unbekannt vorkommen. Damit wird sich die Rivalität zwischen Zuckerbergs 2.0-Imperium und Googles Netzwerk langsam aber sicher zuspitzen. Beide Plattformen wildern bei der exakt selben Klientel: weder die eine noch die andere besetzt eine besondere Nische (etwa Musik, Film, Karriere usw.), was zwangsläufig zu einem Showdown führen muss. Beide Netzwerke können nicht parallel nebeneinander bestehen. Auch StudiVZ galt seinerzeit in Deutschland als unumstößlich etabliert – bis Facebook auftauchte und praktisch von einem zum anderen Moment die Dominanzverhältnisse kippten. Weiterlesen