
Herrlich, Apple. Du hast es geschafft, auf einen Schlag wirklich jedes Unternehmen, das auch nur im Entferntesten etwas mit mobile Computing zu tun hat, eine Nackenklatsche zu verpassen. High Five!
Apple hat soeben seine diesjährige Worldwide Developers Conference (WWDC) hinter sich gebracht. Und obwohl das iPhone 5 weiter auf sich warten lassen muss, hatte die Veranstaltung doch genug Zündstoff, um – wieder einmal – die Branche in Aufruhr zu versetzen. Größtes Kapitel der Keynote (Mitschnitt) war die Einführung der iCloud, Apples Antwort auf offenbar schwindende Ressourcen im lokalen Speicher mobiler Endgeräte. Was wir bereits jetzt festhalten können: 8 GB, 16, GB, 32 GB und 64 GB – eine größere Speichergeneration wird es im iOS-Universum auf absehbare Zeit nicht geben. Der Platz sei ausreichend, so Steve Jobs.
Ausnahmslos alles soll in die Cloud verlegt werden: Fotos, Musik, Videos, Apps, iWork-Dokumente, Bücher, Kalendereinträge – alle Formen digitaler Inhalte, die man sich vorstellen kann, werden kurz nach ihrer Erstellung vaporisiert und in die Wolke geschossen; nicht selten soll dies automatisch passieren (etwa bei gerade geknipsten Fotos). Der neue Push-Dienst, der die SMS ablösen soll und mit dem sich Bilder und Videos verschicken lassen, greift auf WLAN und UMTS zurück. Die Firmware wird Over The Air aktualisiert. Apple ruft damit auch die “Post-PC-Ära” aus, die Einrichtung “Synchronisation” ist ein Relikt der Vergangenheit: “Diese Geräte standing in Sync zu halten, macht uns wahnsinnig”, so Jobs. Und wie Recht er damit hat. Weiterlesen

Ein wenig seltsam ist es ja schon: Seit Freitagabend ist die Neuauflage von iTunes erhältlich. Der Client in der Version 10.1 ermöglicht Airplay, also die drahtlose Übertragung von Musik, Bildern und Filmen zwischen Rechner, Apple TV und iPods, iPads oder iPhones im gemeinsamen WLAN-Netz. Zudem wurde das neue iTunes fit für iOS 4.2 gemacht. Doch noch etwas ist neu.
Apple ermöglicht Nutzern von iTunes 10.1 ab sofort, das musikalische Social Network Ping zu deaktivieren. Zuvor war dies kaum möglich beziehungsweise nur versierten Nutzern, die keine Angst vor dem Mac-Terminal haben (defaults write com.apple.iTunes disablePingSidebar 1). Bei Windows lautete der Befehl unter “Ausführen”: C:\Program Files\iTunes\iTunes.exe” /setPrefInt disablePingSidebar 1 – zuletzt bestand außderdem die Möglichkeit, Ping online über das Store-Konto auszuschalten. Weiterlesen

Apple ist groß, Apple ist mächtig. Aber Apple ist auch mutterseelenallein auf dieser Welt. Cupertino hat einfach keine Freunde, Steve Jobs ist der Eric Cartman des globalen IT-Sektors. Ein gut gehütetes Geschäftsgeheimnis, emsige Entwickler hinter geschlossenen Türen und eine Rechtsabteilung, die beinahe täglich Abmahnungen aus der Hüfte schießt, haben sich bislang gut auf die Konzernbilanz ausgewirkt. Apple war vor wenigen Tagen als zweitwertvollstes Unternehmen der Welt vorgestellt worden – zumindest schon einmal für ein paar Stunden.
Doch was im Hardware-Geschäft eine Bereicherung ist, kann im Social Web, in dem “Freunde” nun einmal die Währung sind, katastrophal nach hinten losgehen. Die Rede ist von Ping, Apples Social Network für Musik, das fest in iTunes integriert ist. Erst Anfang September gelauncht, hatte es nach Unternehmensangaben binnen der ersten zwei Tage bereits eine Million Mitglieder für sich gewinnen können. Seitdem schweigt sich die Pressestelle allerdings über die weitere Perfomance der Plattform aus.
Am Wochenende hat Apple eine neue Version von iTunes ins Netz geworfen, Nummer 10.0.1 steht damit jedem Nutzer zum Download zur Verfügung. Mit an Bord ist eine Neuauflage von Ping, das von seinem etwas versteckten Platz herausgehoben wurde und eine große, auffällige Seitenleiste spendiert bekommen hat. Zusätzlich crawlt das Musiknetzwerk ab sofort die eigene Musikbibliothek (zumindest die Songs darin, die original über iTunes gekauft wurden), um die Follow-Empfehlungen innerhalb von Ping zu optimieren. Ein weiteres Feature wurde direkt in die Bibliothek integriert und erlaubt nun das Teilen von Songs, die ich gerade höre oder generell unglaublich gut finde. Das war im Großen und Ganzen auch schon alles, was der Nutzer von den Neuerungen oberflächlich zu sehen bekommt. Weiterlesen














