
“It’s like Facebook and Twitter meet iTunes”, hatte Steve Jobs auf der Keynote gesagt. Auf dem Tagesplan stand die Präsentation neuer Musikutensilien für Käufer und Nutzer und Apple dürfte mit dem Line-Up (neue iPods, die Miet-Box AppleTV) die Community nicht enttäuscht haben. Das spannendste Projekt jedoch, das sich Cupertino wohl in den vergangenen Monaten ausgedacht hat, lautet nun also “Ping“.
Ping ist ein soziales Netzwerk, das fest in iTunes 10 verankert ist und in erster Linie der Entdeckung neuer Musik dienen soll. Damit hat sich Apple tatsächlich an den etablierten Marktplätzen Facebook und Twitter vorbeigeschlichen, um jedoch umso imposanter dem schwächelnden Netzwerk MySpace den Fehdehandschuh ins Gesicht zu knallen. Der News Corp.-Ableger kämpft seit Jahren gegen schwindende Nutzerzahlen an, derzeit misst der weltweite Mitgliederstamm rund 110 Millionen; eine Loyalität, die sich MySpace in sieben (!) Jahren erkämpfen musste. Ping steigt mit insgesamt 160 Millionen potentiellen Nutzern in den Ring – jeder von ihnen benutzt heute iTunes, jeder von ihnen hat auch seine Kreditkartendaten hinterlegt. Der für den Herbst angekündigte Relaunch von MySpace ist ein schwacher und viel zu spät angekündigter Entschluss: News Corp. dürfte von dem plötzlichen Ping-Launch völlig aufgeschreckt worden sein. Weiterlesen
Jonathan Coulton schrieb den Song im Winter 2004. Zuvor hatte ihn ein Freund gebeten, ein Lied zu komponieren und texten, das ein “futuristisches Flair” hat. Anstatt Weihnachtskarten verschickte der junge Mann in diesem Jahr Audio-CDs an Verwandte und Freunde. Später wanderte “Chiron Beta Prime” in die “A Thing a Week“-Sammlung. Coulton hatte seinen Job geschmissen (er war Programmierer), um als Geek-Rocker ohne Label und nur mit Hilfe des Internets Karriere zu machen. Er stellte sich selbst die Aufgabe, ein Jahr lang jede Woche je einen Song zu schreiben und ihn dann als Podcast zu veröffentlichen.
Vor wenigen Monaten brachte Coulton sein erstes offizielles Album heraus: “Best. Concert. Ever.” Dabei handelt es sich um den Live-Mitschnitt eines Konzerts, das er in der Great American Music Hall gegeben hatte. Ein Auftritt dort bedeutet die Feuertaufe für jeden US-Künstler. Das CD/DVD-Bundle fand reißenden Absatz, nicht zuletzt, weil Coulton seinen eigenen Song “Still Alive” als Karaoke-Version beim Konsolenspiel Rock Band zum Besten gab. An der Plastik-Gitarre begleitete das intelligente Netz-Starlet Veronica Belmont (hier auch ein gastronomisches Portrait).
Im Folgenden nun “Merry Christmas from Chiron Beta Prime”. Es ist der gesungene Weihnachtsgruß der Familie Anderson, die von Außerirdischen auf einen Asteroiden entführt wurde und dort Steine kloppen muss. Einen völlig legalen Download-Link für die MP3-Datei gibt es ebenfalls. Coulton spielte sämtliche Instrumente selbst ein. Das Vimeo-Video stammt wiederum von einem völlig durchgeknallten Amerikaner, der sich keine Sorgen um seine Stromrechnung macht. Frohe Weihnachten euch allen! :) Weiterlesen













