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Twitter analog: So lassen sich Tweets in ein Buch verwandeln

14. Oktober 2010  |  Fun, Netzkunst, Netznews  |  No Comments  |  Share

Ah, die liebe bibliophile Nostalgie! Das Blättern von Seiten, der Geruch von Druckerschwärze, schöne Lesezeichen und die ständige Frage: “Wo habe ich es nur hingelegt?” Richard Gutjahr hat diese Woche sein Twitter-Buch erhalten, ein Hardcover, welches das vergangene Jahr in rund 6.000 seiner Tweets Revue passieren lässt. Die Idee ist nicht neu – doch wenn man das Büchlein so vor sich liegen sieht, lässt sich eine gewisse Begeisterung nur schwer zurückhalten.

Man kann sich die Frage stellen, wie viel Sinn es macht, das Echtzeitnetz auf das ehrsame Weiß von Papier zu bannen, zumal wenn es sich um Tweets von Journalisten wie uns handelt, die hauptsächlich mit Links auf interessante Seiten um sich werfen. Doch hin und wieder gibt es auch private Momente und wie kommt man wieder an diese ran? Die Twitter-Suche reicht in der Praxis maximal zwei, vielleicht drei Tage zurück, alle übrigen Tweets scheinen unweigerlich verloren; sofern man nicht auf externe Dienste zurückgreift, die über die API das große Twitter-Archiv anzapfen. Oder man bestellt sich eben ein Buch seiner Tweets.

Weil mich das Thema neugierig machte, habe ich mich auf die Suche nach Start-Up-Verlagen gemacht, die darauf spezialisiert sind, die 140-Zeichen-Bücher anzubieten und ich habe eine ganze Reihe interessanter Projekte gefunden, die sich nicht nur im Aussehen, sondern auch im Preis unterscheiden. Weiterlesen

Twitter für Anfänger

3. Mai 2009  |  How-To, Netznews  |  No Comments  |  Share

twitterEs gibt bereits einige Leitfäden für die Nutzung von Twitter im Netz, jedoch habe ich nur wenige gefunden, die Einsteigern den Anfang wirklich einfach machen. Diese Anleitung soll das nötige Wissen in kürzester Zeit vermitteln, so dass Nutzer innerhalb von wenigen Minuten mit ihren ersten Tweets loslegen können. Also, los geht’s.

Ich kenne Twitter nicht. Schlimm?

Twitter ist ein Phänomen, das nicht leicht zu packen ist: Auf der einen Seite kann der Dienst mit dem kleinen Vogel ein immenses Wachstum weltweit vorlegen, auf der anderen Seite stöhnt daraufin angesprochen die Mehrzahl der Internetnutzer und zeigt Unverständnis bis verständliches Desinteresse. Die deutsche Jugend, sonst eigentlich fix in der Assimilation neuer Web 2.0-Plattformen, lässt Twitter jedenfalls links liegen. Nach einer Studie im April 2009 kennen 90 Prozent der zwischen Elf- und Einundzwanzigjährigen den Dienst nicht einmal. Lediglich ein Prozent gab an, Twitter tatsächlich zu nutzen.

Wofür braucht man Twitter?

Ursprünglich war Twitter als Service für private Tagesprotokolle gedacht, mittlerweile hat der Dienst aber eine eigene Dynamik entwickelt, die weit über diesen Anspruch hinausgeht. Heute dient Twitter der Proklamation, der Information und der Kommunikation. Dazu Andrew Keen im “Spiegel”-Interview:

Künstler, Journalisten, Musiker und Autoren der alten Schule haben keine Chance mehr. Wer überleben will, muss permanent an seinem Internet-Image feilen, seine eigene Ich-Tag aufbauen. Das Microblogging Twitter ist ein gutes Beispiel dafür. Hier ist eine neue Elite im Begriff zu entstehen.

So sind es vor allem Selbständige, die von Twitter profitieren können: Richtig angewendet, kann Twitter gleichzeitig Network, Marketingplattform und Auftragsbörse sein. In einem späteren Post werde ich darauf noch einmal genauer eingehen. Weiterlesen