
Kontextbasierte Werbeanzeigen in Ausdrucken? Das klingt zunächst abwegig, doch wenn man länger darüber nachdenkt, kommt man nicht das Eingeständnis herum: “Es war klar, dass das irgendwann kommen musste!” Der Traum vom papierlosen Büro ist irgendwann in den vergangenen Jahren zerplatzt, trotz (oder besser: wegen) der leichten Verfügbarkeit von Druckern und Kopieren wird heute mehr denn je an Papier verbraucht. Und obwohl Unternehmen wie HP, die neben der Hardware auch die teure Tinte zur Verfügung stellen, an jeder Druckorgie mitverdienen, arbeiten sie daran, den Papierverbrauch zu minimieren.
Laut TechnologyReview arbeitet HP derzeit an einem System, das Websites relevanten Content entreißt, um ihn ordentlich aufbereitet den Druckern zur Verfügung zu stellen: Navigationsleisten, Werbebanner – alles, was nicht zum eigentlichen Inhalt zählt, fliegt dabei raus. Dazu wird die jeweilige Seitenstruktur analysiert und vorgefundene Elemente automatisch jeweils als belangvoll oder belanglos klassifiziert.
Ein ähnliches System kommt heute bereits bei Apples Safari zum Einsatz (siehe Teaserbild oben), der Browser-Reader “entfernt störende Werbung und andere visuelle Ablenkungen aus Online-Artikeln, damit du nur das siehst, was du wirklich sehen willst” (zu finden unter “Darstellung” ➤ “Reader öffnen”). Weiterlesen

Nach dem Kauf ist Basic Thinking ein Jahr lang nicht vermarktet worden, wir Redakteure wurden also ein Jahr lang praktisch vom Betreiber für Nüsse bezahlt. Es gab und gibt Experimente mit Affiliate, jedoch ist der Schwerpunkt des Blogs so gelegt, dass es praktisch nichts zu verlinken gibt: Neue Funktion bei Facebook? Die Zeitungskrise? Ein Steve Ballmer-Statement? Ein iPhone-Gerücht? Ich weiß nicht, wie es andere machen, aber ich biege die Posts nicht so, dass es passt und ich entsprechende Keywords unterbekomme, ich halte ein solches Vorgehen schlicht für Verarsche des Lesers. Deshalb hat es so etwas bis heute nicht bei uns gegeben und wird es auch nicht. Eine Querfinanzierung können und wollen wir nicht, wir wollen unabhängig sein. Wir haben auch nicht Agenturen im Rücken, wie es meinetwegen die anderen aus den Blogcharts haben, um ihr Tagewerk zu vergüten. Vorne als Blogger brillieren und hinten rum als Berater die neue SPD-Kamapgne organisieren oder Ähnliches. Wir machen keine Werbung für die Muttergesellschaft oder ihre Produkte.
Bleiben also zwei Wege: Paid Content und Werbung. Paid Content? Anyone? Ich bin großer Anhänger von Bezahlinhalten, jedoch weiß ich, dass es wahrscheinlich nur die Hardcore-Fans mitmachen würden. Das wäre zu wenig für eine 2,5-3-Mann-Redaktion, die manchmal von 8-24 Uhr vor dem Rechner sitzt. Dennoch wird die Option für die Zukunft nicht ausgeschlossen. Weiterlesen













