{"id":1015,"date":"2010-08-10T16:49:24","date_gmt":"2010-08-10T15:49:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.avatter.de\/wordpress\/?p=1015"},"modified":"2010-08-10T16:49:24","modified_gmt":"2010-08-10T15:49:24","slug":"sind-frauen-die-besseren-social-medians","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.avatter.de\/wordpress\/2010\/08\/sind-frauen-die-besseren-social-medians\/","title":{"rendered":"Sind Frauen die besseren Social Medians?"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1023\" title=\"frauensocialweb\" src=\"https:\/\/www.avatter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/frauensocialweb.png\" alt=\"\" width=\"580\" height=\"338\" srcset=\"https:\/\/www.avatter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/frauensocialweb.png 580w, https:\/\/www.avatter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/frauensocialweb-300x175.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><\/p>\n<p>Die Behauptung h\u00e4lt sich hartn\u00e4ckig seit Anbeginn des menschlichen Zusammenlebens:  Frauen k\u00f6nnen gut reden, M\u00e4nner gut reparieren. Das Artikulationsverm\u00f6gen des Mannes sei auf dem Niveau eines simplen Knurrens stagniert &#8211; so die Annahme &#8211; und die wenigen Laute, die er heute ausst\u00f6\u00dft, dienten seinerzeit lediglich der Koordination auf der gemeinsamen Mammutjagd. Die Frau wiederum, betraut mit den erzieherischen Aufgaben am heimischen Kaminfeuer, ist auf die Sprache angewiesen, da sich nur so Werte und Kultur an nachfolgende Generationen vermitteln lassen. Ist das Quatsch? Ja, das ist es. Eine <a href=\"http:\/\/www.wissenschaft.de\/wissenschaft\/news\/280121.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Studie der Universit\u00e4t Texas<\/a> hatte bereits im Sommer 2007 bewiesen, dass beide Geschlechter im Alltag gleich viel reden: im Durchschnitt geben sowohl M\u00e4nner als auch Frauen n\u00e4mlich rund 16.000 W\u00f6rter pro Tag von sich.<\/p>\n<p>Dennoch gibt es einen Unterschied. Und dieser betrifft mitnichten die Quantit\u00e4t der t\u00e4glichen \u00c4u\u00dferungen, wohl aber die Qualit\u00e4t &#8211; was der Leser nicht als Wertung auffassen sollte. Vielmehr zielt dieses Merkmal auf die soziale Kontaktf\u00e4higkeit ab, die vor allem beim weiblichen Geschlecht deutlich st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt ist: Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen, Nachsicht, Empathie &#8211; dies alles sind Eigenschaften, die sich auch im Kommunikationsverhalten der Frau niederschlagen. <!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1016\" title=\"vergleich\" src=\"https:\/\/www.avatter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/vergleich.png\" alt=\"\" width=\"359\" height=\"256\" srcset=\"https:\/\/www.avatter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/vergleich.png 359w, https:\/\/www.avatter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/vergleich-300x214.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 359px) 100vw, 359px\" \/>Empirischen Studien zu diesem Thema lassen sich im gro\u00dfen Rahmen nur schwer auf konventionellem Wege anstellen, weshalb es fast schon an ein Wunder grenzt, dass erst jetzt Social Networks als Petrischale tats\u00e4chlich einmal gr\u00fcndlich ins Augen gefasst wurden. ComScore hat eine Studie unter dem Namen &#8222;<a href=\"http:\/\/blog.comscore.com\/2010\/08\/women_on_the_web.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wie Frauen das Netz ver\u00e4ndern<\/a>&#8220; (<a href=\"http:\/\/www2.comscore.com\/l\/1552\/nontheWeb-comScore-English-pdf\/JOZTD\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PDF<\/a> der Studie) ver\u00f6ffentlicht, die genau dieser Fragestellung nachgeht. Und da es in diesem Gebiet nicht nur um kulturelle Erkenntnisse, sondern vor allem um viel Geld geht, ist die Untersuchung dementsprechend gro\u00df ausgefallen. Das Fazit: Frauen besuchen Soziale Netzwerken nicht nur h\u00e4ufiger, sondern verbringen dort auch mehr Zeit als M\u00e4nner &#8211; Tendenz stark ansteigend.<\/p>\n<p>Im Schnitt besuchten im Mai weltweit 75,8 Prozent aller Frauen mit Internetanschluss ein Social Network, bei den M\u00e4nnern waren es lediglich 69,7 Prozent. Mehr als 56,6 Prozent der Zeit, die Nutzer bei Facebook, Twitter und anderen Netzwerken verbringen, geht auf das Konto der Damen. Die M\u00e4nner kommen auf 43,4 Prozent der Gesamtzeit. In absoluten Zahlen ausgedr\u00fcckt hei\u00dft das: Weibliche User verbrachten im Mai 5,3 Stunden im Social Web, die M\u00e4nner gerade einmal knapp vier Stunden. Vielleicht sollte man auch erw\u00e4hnen, dass Frauen trotz des hohen Engagements zwar noch in der Minderheit sind (sie stellen lediglich 48 Prozent aller Internetnutzer), daf\u00fcr es aber auch kr\u00e4ftig in der Kasse klingeln lassen. Ein Beispiel: Wenn US-Frauen im Netz unterwegs sind, sind sie im Schnitt f\u00fcr 58 Prozent aller Dollar verantwortlich, die online ausgegeben werden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1025\" title=\"facebook\" src=\"https:\/\/www.avatter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/facebook.png\" alt=\"\" width=\"580\" height=\"172\" srcset=\"https:\/\/www.avatter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/facebook.png 580w, https:\/\/www.avatter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/facebook-300x89.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1017\" title=\"studivz\" src=\"https:\/\/www.avatter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/studivz.png\" alt=\"\" width=\"580\" height=\"187\" srcset=\"https:\/\/www.avatter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/studivz.png 580w, https:\/\/www.avatter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/studivz-300x97.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><\/p>\n<p>Laut ComScore wirkt das Social Web auf viele Frauen wie ein Magnet. Das betrifft auch \u00e4ltere Nutzerinnen ab 55 Jahren, die schon kurze Zeit nach ihrer Anmeldung in einem sozialen Netzwerk dort beinahe soviel Zeit verbringen, wie ihre j\u00fcngeren Geschlechtsgenossinen. Sharing und Kommunikation sind der Hauptantrieb, laut Untersuchung steht vor allem der gemeinsame Austausch von Bildern im Vordergrund.<\/p>\n<p>Interessante Unterschiede finden sich auf bei Twitter, wo Frauen heute zahlenm\u00e4\u00dfig st\u00e4rker als M\u00e4nner vertreten sind. Anders als bei den Kerlen werden Twitter-Profile von weiblichen Usern in erster Linie dazu genutzt, um online direkte Konversation zu betreiben, Stars zu folgen oder die Schn\u00e4ppchen-Tweets von H\u00e4ndlern zu sondieren:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1021\" title=\"twitter\" src=\"https:\/\/www.avatter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/twitter.png\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"517\" srcset=\"https:\/\/www.avatter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/twitter.png 430w, https:\/\/www.avatter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/twitter-250x300.png 250w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<p>Nun aber zur\u00fcck zur Eingangsfrage: Sind Frauen die besseren Social Medians? Wenn wir alleine von den nackten Zahlen (diesen Kalauer bitte ich zu entschuldigen) ausgehen, l\u00e4sst sich diese Annahme bereits ohne gr\u00f6\u00dfere Umschweife bejahen: Frauen verbringen 16,3 Prozent ihrer gesamten Online-Zeit in Social Networks (M\u00e4nner: 11,7 Prozent), auch beim Instant Messaging (11,3 zu 10,4 Prozent) und beim Mailen (7,7 zu 6,8 Prozent) sind sie Spitze. Die Ergebnisse der Untersuchung richten sich demnach in erster Linie mahnend an drei Teilnehmer im Social Web, die sich nun im Folgenden einige Gratis-Ratschl\u00e4ge von mir abholen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>1. Netzwerkbetreiber<\/strong><\/p>\n<p>Sie t\u00e4ten gut daran, ihr Netzwerk auf die nat\u00fcrlichen Bed\u00fcrfnisse weiblicher Kommunikation st\u00e4rker auszurichten. Das Ende der Fahrenstange ist hier noch lange nicht erreicht, denn trotz des allgemeinen hohen Engagements gibt es noch viele Frauen, die noch von den Vorteilen einer Netzwerkmitgliedschaft \u00fcberzeugt werden m\u00fcssen. Senkt die Anmeldeh\u00fcrden, f\u00f6rdert den Austausch und verliert euch nicht in Spielereien.<\/p>\n<p><strong>2. Werber und H\u00e4ndler<\/strong><\/p>\n<p>Anbetracht der Tatsache, das Frauen gerne (nicht \u00f6fter) reden und h\u00e4ufiger im Netz einkaufen, w\u00e4re es ratsam, diese Killerkombi bei der Vermarktungsstrategie auch sinnvoll zu nutzen: Social Shopping w\u00e4ren hier ebenso wie Virtual Goods passende Schlagw\u00f6rter. Viralkampagnen sollten nicht nur das Produkt, sondern auch den Prozess der Weitergabe in den Mittelpunkt r\u00fccken. Wenn die Studie global zutreffend ist, sind es vor allem die Frauen, die f\u00fcr die Mund-zu-Mund-Propaganda im Netz zust\u00e4ndig sind. Dieser Gender-Ansatz sollte bei der Kampagnenentwicklung ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<p><strong>3. M\u00e4nner<\/strong><\/p>\n<p>Gebt auf, ihr habt verloren! \ud83d\ude42<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">(Bild: <a href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/liquene\/3946614647\/sizes\/l\/\">Liquene<\/a> \/ Flickr)<\/p>\n<p>[flattr \/]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Behauptung h\u00e4lt sich hartn\u00e4ckig seit Anbeginn des menschlichen Zusammenlebens: Frauen k\u00f6nnen gut reden, M\u00e4nner gut reparieren. 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