Posts Tagged ‘Bezahlmodelle’

Paid Content: 18 Prozent der Internetnutzer zahlen für Artikel im Netz

21. Januar 2011  |  Journalismus, Netznews, Tech  |  No Comments  |  Share

Kostenpflichtiger Einzelabruf, Abomodell, Werbefinanzierung oder Free-Content – bis heute haben die Verleger noch keine abschließende Antwort auf die Frage gefunden, wie sich Texte im Internet am besten vermarkten lassen. Eine Studie des Pew Research Center bringt ein wenig Licht ins Dunkel. Hintergrund ist die Frage: Wofür sind Internetnutzer heute überhaupt bereit, online Geld auszugeben?

Dazu wurden im Zeitraum zwischen dem 28. Oktober und dem 1. November 2010 rund 755 US-amerikanische Internetnutzer befragt. Das Ergebnis: Fast zwei Drittel (65 Prozent) aller Teilnehmer gaben an, schon einmal für virtuelle Güter im Netz etwas bezahlt zu haben. Zu den populärsten Produkten zählen Musik (33 Prozent), Software (33 Prozent) und Mobile Apps (21 Prozent) – am unteren Ende der Skala finden sich Podcasts (7 Prozent), Spiele-Cheats (5 Prozent) und Erwachseneninhalte (2 Prozent) wieder. 18 Prozent der Befragten gaben an, in der Vergangenheit Geld für Zeitungs- und Zeitschriftenartikel ausgegeben zu haben. Gerade einmal jeder Zehnte zeigte sich bereit, für E-Books zu zahlen. Weiterlesen

Drei Wege, um mit Twitter Geld zu machen. Teil 2: Paid Content

17. Mai 2009  |  Allgemeines, How-To  |  1 Comment  |  Share

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Nachdem wir in der vergangenen Woche über bezahlte Werbe-Tweets gesprochen haben, ist nun der Paid Content dran. Heute hat das Schlagwort einen bitteren Nachgeschmack, denn große wie kleine News-Publisher haben sich in der Vergangenheit am Thema Bezahlinhalte schon öfters die Finger verbrannt. Das Problem ist die mangelnde Kundenakzeptanz. Während in anderen Bereichen, beispielweise im digitalen Musikvertrieb, Paid Services langsam aufholen, bleibt die Netzleserschaft auf dem Standpunkt stehen, dass Zeitungs- und Magazinberichte weiterhin kostenlos verfügbar sein müssen – ein Umstand, an dem die Verleger nicht unschuldig sind.

Lange Zeit wurden Portale über Werbung refinanziert, Advertiser sind jedoch nur aufgesprungen, wenn relevante Zugriffszahlen vorgelegt werden konnten. Deshalb überließen die Publisher den Nutzern ein kostenloses Angebot. Im Rahmen der Wirtschaftskrise brechen nun die Investitionen der Werber ein – die Folge: Die Verlage bleiben mit teurem Traffic und einem verwöhnten Publikum zurück. Zaghafte Versuche, Inhalte fernab der Werbung doch noch zu monetarisieren, bestanden in der Vergangenheit hauptsächlich aus kostenpflichtigen Zugängen zu Archiven. Über die Umsätze lässt sich nur spekulieren, doch ich schätze, dass getrost davon ausgegangen werden kann, dass sie marginal sind. Zeitungsarchive sind – wenn überhaupt – alleine für den akademischen Sektor interessant. Und das für das Protokoll: Der Grund, weshalb heute der digitale Musikvertrieb langsam Fahrt aufnimmt, hat weniger etwas mit einem einräumenden Gesinnungswandel der Nutzer zu tun, als mit der Urheberrechtsnovelle und den Anstrengungen der GVU. Weiterlesen