RSS-Teaser bei Basic Thinking: Länge ist nicht alles / Interview

Posted in Netznews, avatter on März 4th, 2010 by André – 6 Comments

Darum geht es.


Nach dem Kauf ist Basic Thinking ein Jahr lang nicht vermarktet worden, wir Redakteure wurden also ein Jahr lang praktisch vom Betreiber für Nüsse bezahlt. Es gab und gibt Experimente mit Affiliate, jedoch ist der Schwerpunkt des Blogs so gelegt, dass es praktisch nichts zu verlinken gibt: Neue Funktion bei Facebook? Die Zeitungskrise? Ein Steve Ballmer-Statement? Ein iPhone-Gerücht? Ich weiß nicht, wie es andere machen, aber ich biege die Posts nicht so, dass es passt und ich entsprechende Keywords unterbekomme, ich halte ein solches Vorgehen schlicht für Verarsche des Lesers. Deshalb hat es so etwas bis heute nicht bei uns gegeben und wird es auch nicht. Eine Querfinanzierung können und wollen wir nicht, wir wollen unabhängig sein. Wir haben auch nicht Agenturen im Rücken, wie es meinetwegen die anderen aus den Blogcharts haben, um ihr Tagewerk zu vergüten. Vorne als Blogger brillieren und hinten rum als Berater die neue SPD-Kamapgne organisieren oder Ähnliches. Wir machen keine Werbung für die Muttergesellschaft oder ihre Produkte.

Bleiben also zwei Wege: Paid Content und Werbung. Paid Content? Anyone? Ich bin großer Anhänger von Bezahlinhalten, jedoch weiß ich, dass es wahrscheinlich nur die Hardcore-Fans mitmachen würden. Das wäre zu wenig für eine 2,5-3-Mann-Redaktion, die manchmal von 8-24 Uhr vor dem Rechner sitzt. Dennoch wird die Option für die Zukunft nicht ausgeschlossen. read more »

Privatsphäre 2.0: Schnee von gestern? / Interviews

Posted in Netznews, avatter on Februar 15th, 2010 by André – 1 Comment

“Menschen sind damit einverstanden, Informationen über sich mit anderen zu teilen, und öffnen sich für immer mehr Menschen. Die sozialen Normen haben sich mit der Zeit entwickelt. Wir sehen es als unsere Rolle in dem System an, ständig Veränderungen umzusetzen und unsere Software so anzupassen, dass sie widerspiegelt, wie die sozialen Normen gegenwärtig sind”, hatte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg Anfang des Jahres gesagt und stieß damit eine neue Debatte über die Themen Privatsphäre und Datenschutz im Web 2.0 an. Beides erscheine ihm als kultureller Atavismus aus grauer Vorzeit, den es nun zu überwinden gilt. Die “Internetworld” hat zu dieser Feststellung Statements von vier Leuten aus der Branche eingeholt – Basic Thinking war dabei.

Die komplette Ausgabe gibt es kostenlos als PDF (ca. 14 MB). Einen Screenshot gibt es im Folgenden. Ein etwas ausführlicheres Interview zum Thema Datenschutz und Google hat die “Rheinzeitung” mit uns gemacht. read more »

Fräulein Hegemanns Gespür für den Content-Raub

Posted in Journalismus, Netzkunst on Februar 8th, 2010 by André – Be the first to comment

Ich habe die Existenz sogenannter Coming of Age-Geschichten noch nie verstanden. Die Kaufmotivation der Leser speist sich bei Erwachsenen wohl daraus, dass sie sich nicht trauen, die Kinderzimmertür von außen zu öffnen, aus Angst jemanden zu begegnen, den sie nicht kennen. Jugendliche greifen zum Skandal-Buch, weil sie Angst davor haben, die Tür von innen zu öffnen und sich lieber Geschichten ausmalen, wie die Welt da draußen, die sie vom Fernseher und den Magazinen her kennen, wohl aussieht. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. Benjamin Lebert zeigte Ende der Neunziger, dass sich derlei Lektüre hervorragend verkaufen lässt. Und als nun Frau Roche ihre smegmatriefende Nonsense-Story “Feuchtgebiete” veröffentlichte und von der anderen Seite Heinz Strunk mit seinem “Fleckenteufel” auf den Zug aufsprang, war schnell klar, dass die Marschrichtung für die ersten Jahre des 21. Jahrhunderts fest stand.

Höchste Zeit also, um die nächste Stufe zu zünden, muss sich da der Ullstein Verlag gedacht haben. Toppen wir den Skandal, indem nun auch eine Minderjährige hin und wieder das Wort “Ficken” in den Mund nehmen darf: und Helene Hegemann war geboren.

Die junge Bochumerin avancierte mit ihrem Debut-Roman “Axolotl Roadkill” schon vor Marktbeginn zum Shooting-Star der deutschen Literaturszene (was kein Problem ist, da diese unter erprobten US-Importen und der Mutlosigkeit hiesiger Verlage erstickt). Kritiker verglichen sie mit eben jener Charlotte Roche, die “Zeit” kramte Lautréamonts “Gesänge des Maldoror” als Maßstab hevor oder Feridun Zaimoglus “German Amok”. Es sei “etwas nervtötend”, was den “Fickundkotz-Jargon” und das Gelaber der “heterosexuellen Matrix” angehe, wurde eingeworfen, doch letztendlich gefielen sich die Kritiker darin, mit roten Ohren hinter den Buchseiten zu kichern, auf der von offenbar entfesselter Lust von Mädchen zu lesen war, die gut ihre Töchter hätten sein können. read more »

Können animatronische Murmeltiere einen langen Winter voraussagen?

Posted in Fun on Februar 2nd, 2010 by André – Be the first to comment

Auf der ganzen Welt gibt es nur zwei Leute, die nur an einem einzigen Tag im Jahr früh morgens aufstehen, sich fertig machen und zur Arbeit gehen müssen: den Weihnachtsmann – und “Phil”. An jedem zweiten Februar, zu Lichtmess, wird das wohl berühmteste Waldmurmeltier von den Einwohnern des kleinen Städtchens Punxsutawney geweckt und zum Appell gebeten, um sein Statement zum Fortdauern des Winters abzugeben. Seit dem 2. Februar 1887 findet dieses Schauspiel schon statt, ausgehend von einer Beobachtung, die ein ansässiger Ladenbesitzer rund vierzig Jahre zuvor gemacht hatte. James Morris schrieb seinerzeit in sein Tagebuch:

Letzten Dienstag, den 2. Februar, war Lichtmess, der Tag, wo das Waldmurmeltier verstohlen aus seinem Winterquartier hervorlugt. Wenn es seinen Schatten sieht, verschwindet es in seiner Höhle wieder für die nächsten sechs Wochen um zu schlafen. Doch ist der Tag bewölkt, bleibt es draußen, da das Wetter gemäßigt sein wird.

Und so ist es bis heute geblieben. In den vergangenen 119 Jahren sah Phil 96 Mal seinen Schatten – ziemlich lange Winter sind damit vorprogrammiert. Die letzte Ausnahme bildete 2008, als er schattenlos unter einer dichten Wolkendecke umherkrabbelte. Laut den Organisatoren des Groundhog-Day legt Phil mit seinen Prognosen eine mindestens 90-prozentige Akkuratesse an den Tag – lediglich die Meteorologen widersprechen und sagen, dass seine Vorhersagen allein in rund 37 Prozent aller Fälle auch zutreffen. Diese Besserwisser! read more »

Zahlen, bitte! Ein Jahr Basic Thinking 2.0

Posted in Netznews, avatter on Januar 17th, 2010 by André – 1 Comment

Rund 365 Tage sind vergangen, seitdem serverloft bei eBay Basic Thinking ersteigerte – Zeit genug also, um erneut einen Kassensturz zu wagen. Die letzten, im August veröffentlichten Zahlen ließen sich bereits gut angehen, doch ein Blick auf die ganzen zwölf Monate zeigt, dass da noch immer locker Luft nach oben ist. Alle relevanten Daten zum Geburtstag haben wir bereits auf Basic Thinking bekannt gemacht, ich möchte im Folgenden noch einmal die nackte Statistik wiedergeben.

Wenige Tage, bevor Robert Basic die Auktion im Januar 2009 startete, lagen die monatlichen Page Impressions bei 253.903. Ein Jahr später sind wir bei 462.088 PIs angekommen. Ähnlich verhält es sich mit den Unique Visitors, deren Anzahl von 185.116 auf 335.247 kletterte; damit schauen pro Tag mehr als 11.000 Menschen bei Basic Thinking vorbei (Diagramm zur Ansicht). Gut möglich, dass sich einige von ihnen verklickt haben, doch dann gibt es wiederum eine Zählung der Returning Visitors. Vor der Auktion ergab sie immerhin 52.352 wiederkehrende Besucher. Heute sind es 92.085.

Eine ähnliche Entwicklung lässt sich auch bei den Social Media-Seitenarmen des Blogs verfolgen. Bei Twitter konnten bis zur Stunde rund 5.600 Leser als Follower gewonnen werden (jetzt folgen), die im Oktober 2009 freigeschaltete Facebook-Seite hat heute knapp 700 “Fans” (und natürlich Fan werden). read more »

Der Embed-Trick: MySpace schaltet ungefragt Werbung auf fremden Seiten

Posted in Musik, Netznews on Januar 1st, 2010 by André – Be the first to comment

Rupert Murdoch mag Ahnung vom Nachrichtengeschäft haben – Social Media bleibt für ihn aber wohl immer ein Buch mit sieben Siegeln. Seit rund zwei Jahren dümpelt sein Netzwerk MySpace vor sich hin, Mitglieder und Künstler ziehen in Scharen von der Plattform ab – Facebook ist das neue Ding. Für das quersubventioniertes Liebhaberprojekt gönnte sich die Mutter News Corp erst im Spätsommer 2009 das Gedankenspiel, aus MySpace künftig ein Entertainment-Portal zu machen: Musik-Labels und Filmstudios sollen dann die Gelegenheit, sich auf breiterer Basis aufzustellen, wobei die Mitglieder früher oder später zu interagierenden Zuschauen degradiert werden.

Kurze Zeit nach dieser Ankündigung kaufte MySpace den Musik-Dienst iLike für 20 Millionen US-Dollar. Anfang Dezember schlug Murdoch dann bei Imeem zu – ebenfalls ein Streaming-Angebot für soziale Musikerfahrung. MySpace zahlte eine Million Dollar dafür, der eigentliche Wert wird auf rund acht Millionen geschätzt, doch die noch ausstehenden finanziellen Verpflichtungen des Unternehmens waren eine teure Mitgift. Wie bei iLike facktelte News Corp nicht lange mit der Integration der neuen Tochter, wobei unter anderem die Hälfte der Belegschaft auf der Strecke blieb. Dass bei der Übernahme zudem die Dritt-Entwickler ihre Schnittstelle und die Imeem-Mitglieder ihre gesamten Playlisten verloren, störte MySpace nur wenig. read more »

Frohe Weihnachten vom Planeten Chiron Beta Prime!

Posted in Fun, Musik, Netzkunst on Dezember 20th, 2009 by André – Be the first to comment

chironbetaprimeJonathan Coulton schrieb den Song im Winter 2004. Zuvor hatte ihn ein Freund gebeten, ein Lied zu komponieren und texten, das ein “futuristisches Flair” hat. Anstatt Weihnachtskarten verschickte der junge Mann in diesem Jahr Audio-CDs an Verwandte und Freunde. Später wanderte “Chiron Beta Prime” in die “A Thing a Week“-Sammlung. Coulton hatte seinen Job geschmissen (er war Programmierer), um als Geek-Rocker ohne Label und nur mit Hilfe des Internets Karriere zu machen. Er stellte sich selbst die Aufgabe, ein Jahr lang jede Woche je einen Song zu schreiben und ihn dann als Podcast zu veröffentlichen.

Vor wenigen Monaten brachte Coulton sein erstes offizielles Album heraus: “Best. Concert. Ever.” Dabei handelt es sich um den Live-Mitschnitt eines Konzerts, das er in der Great American Music Hall gegeben hatte. Ein Auftritt dort bedeutet die Feuertaufe für jeden US-Künstler. Das CD/DVD-Bundle fand reißenden Absatz, nicht zuletzt, weil Coulton seinen eigenen Song “Still Alive” als Karaoke-Version beim Konsolenspiel Rock Band zum Besten gab. An der Plastik-Gitarre begleitete das intelligente Netz-Starlet Veronica Belmont (hier auch ein gastronomisches Portrait).

Im Folgenden nun “Merry Christmas from Chiron Beta Prime”. Es ist der gesungene Weihnachtsgruß der Familie Anderson, die von Außerirdischen auf einen Asteroiden entführt wurde und dort Steine kloppen muss. Einen völlig legalen Download-Link für die MP3-Datei gibt es ebenfalls. Coulton spielte sämtliche Instrumente selbst ein. Das Vimeo-Video stammt wiederum von einem völlig durchgeknallten Amerikaner, der sich keine Sorgen um seine Stromrechnung macht. Frohe Weihnachten euch allen! :) read more »

Nachruf auf das gestylte Viral-Video

Posted in How-To, Netznews on November 18th, 2009 by André – Be the first to comment

Ich bin ein großer Daisy Whitney-Fan, wer die Dame noch nicht kennt, sollte sich schleunigst ihren Videocast “New Media Minute” (iTunes) abonnieren. Wie man es einem Kind erklären würde, verklickert Daisy großen Unternehmen die Zusammenhänge und Entwicklungen im Netz, beleuchtet neue Trends und gibt praktische Tipps für erste Schritte in das Social Web. Noch sympathischer wird das Ganze dadurch, dass ihr Mann für das wackelige Kamerabild zuständig ist.

Diese Woche hatte sie Kevin Nalty zu Gast in ihrer kleinen Sendung. Nalty ist Video-Strategist und populärer YouTuber, der das Marken-Management von Firmen wie Coca-Cola, Starbucks oder Microsoft begleitet hat. Im Video oben spricht er einen ziemlich wichtigen Aspekt beinahe in einem Nebensatz an: Viral Videos befinden sich auf dem absteigenden Ast. Tatsächlich haben wir alle so viele verrückte Leute, fliegende Elefanten oder Kamera-Zaubertricks gesehen, dass wir es uns heute zwei Mal überlegen, ein solches Video einem Kollegen weiter zu empfehlen. Im besten Fall sagt dieser “Aha!”, bevor er es dann wegklickt, wahrscheinlicher ist es aber, dass der Clip ungesehen bleibt und wir im Betreff der Antwort-Mail ein müdes “Fake” finden.

Der Markt an Virals ist gesättigt, Marketing-Abteilungen haben massenweise auf dasselbe Pferd gesetzt und auf den Buzz im Publikum gehofft. Clips wurden immer aufwändiger und damit vor allem teurer produziert. Der Zuschauer ist mittlerweile abgestumpft. “Ich sehe absolut keinen Zusammenhang zwischen Produktionskosten und den damit erzielten Views”, so Nalty. Das stimmt. Viele Virals wirken heutzutage dermaßen künstlich und überproduziert, dass sie die Lust am Anschauen rauben. Back to the roots, lautet daher der Vorschlag. YouTube ist ein Medium, das seinen Erfolg grieseligen Heimvideos verdankt. Die Plattform ist eine Schülerzeitung – kein Hochglanzmagazin. Unternehmen sollten das bei ihrer nächsten Netzvideo-Kampagne berücksichtigen und vorher Unterricht bei all den Underground-Stars nehmen, die es bei YouTube und Co. auf Millionen Klicks gebracht haben.

Google Music startet in den USA / Interview

Posted in Musik, Netznews, avatter on November 8th, 2009 by André – Be the first to comment

google_music

Vergangene Woche hat Google Music in den Vereinigten Staaten seinen Betrieb aufgenommen. Per Onebox-Suche soll es nun noch einfacher sein, an Informationen über bestimmte Songs oder gleich an die passende Audio-Datei zu gelangen. Google hat sich dazu verschiedene Partner an Bord geholt: iLike und Lala.com beispielweise, die direkt über die Such-Oberfläche nun MP3-Käufe oder Cloud-Renting ermöglichen. Darüber hinaus wurden die Angebote von kleineren Partnern wie Pandora und Rhapsody integriert, damit in die Musik-Entdeckung erst so richtig Schwung kommt. Mehr will ich an dieser Stelle gar nicht nicht verraten. Weitere Infos habe ich bei Basic Thinking festgehalten, zusätzlich haben wir kürzlich mit Bayern2 Zündfunk über den neuen Dienst gesprochen. Das Interview gibt es hier:

Interview mit Bayern2 / Zündfunk

Gestohlene Design-Ideen: Doku bietet Einblicke in den Apple-Braintank

Posted in Netzkunst, Netznews, Wissenschaft on November 7th, 2009 by André – 1 Comment

screen-capture-9Der Begriff des Genies kennt heute zwei Bedeutungen – eine alltägliche und eine etymologisch korrekte. Wenn wir heute von ‘Genie’ sprechen, meinen wir meistens, dass ein Mensch überdurchschnittlich begabt und von überragender Intelligenz gekennzeichnet sei. Tatsächlich ist diese Semantik aber viel tiefer verwurzelt und reicht zurück bis in das 18. Jahrhundert, in die Zeit der Romantik, als Kant erklärte: “Darin ist jedermann einig, daß das Genie dem Nachahmungsgeiste gänzlich entgegen zu setzen sei.”

Ein Genie ist also in der Lage, einen Gedanken zu fassen, der zuvor ungedacht war. Er schafft aus dem Nichts etwas Neues (creatio ex nihilo) – eine Vorstellung, der wir heute nur noch in der Theologie begegnen. Alle Übrigen, seien es Künstler oder Wissenschaftler, bewegen sich in einem intertextuellen Kontext und führen praktisch nur das weiter, was andere bereits begonnen haben. “Romeo und Julia” ist ein Remake von Ovids “Pyramus und Thisbe“, ohne die Maxwellschen Gleichungen hätte es die Relativitätstheorie nicht gegeben. So gesehen, ist der Genie-Begriff reichlich utopischer Natur.

Ich schicke diese kleine Definition nur voraus, um den Ausrufen zu begegnen, die einige angesichts von Produkten einer bestimmten Firma aus Cupertino, Kalifornien, immer wieder vom Stapel lassen: “Genial!” Das Apple-Design ist in der Tat schön, inspirierend, manchmal umwerfend – doch es ist in keinem Fall originär.

Es dürfte sich herumgesprochen haben, dass Apples Senior Vice President of Industrial Design, Jonathan Ive, maßgeblich an der Entwicklung des iPod, des iPhone, iMac und der MacBooks beteiligt war. Das gilt sowohl für das Äußere, wie auch für die Gestaltung des Graphical User Interface. Ebenso bekannt dürfte sein, dass Ive seine Ideen aus einem riesigen Fundus schöpft, den Dieter Rams in den Sechzigern anhäufte. Er war bis 1995 Chefdesigner bei Braun. read more »

Die Sache mit den E-Books / Interview

Posted in Journalismus, Netznews, avatter on Oktober 25th, 2009 by André – 1 Comment

nook

Dem deutschen Büchermarkt geht es prächtig. Im ersten Halbjahr dieses Jahres wurde ein Umsatzwachstum von 2,2 Prozent erzielt, allein im Sommermonat Juni konnten die Verlage hier ein Plus von 6,8 Prozent (!) verzeichnen. Ein stattliches Ergebnis mitten im Jammertal der Wirtschaftskrise, das in dieser Größenordnung nur wenigen Branchen vergönnt ist. Auf der Frankfurter Buchmesse 2009 knallten jedenfalls die Champagnerkorken, wohingegen das IT-Volk auf der CeBIT damit bemüht war, im Rahmes eines gigantischen Motivationsseminars die Mitglieder verzweifelt auf bessere Zeiten einzuschwören.

Das zeigt: Papier ist nicht out, der Geruch von Druckerschwärze, schöne Lesezeichen, Taschenbücher zum Mitnehmen – all das hat die Jahrtausendwende völlig unbeschadet überstanden. Der Kreis der Offline-Leser wächst stetig weiter, eine Entwicklung, die wohl so niemand vermutet hätte. Darin ist auch das Selbstbewusstsein der Bücherverlage begründet. Ein Umsatteln auf E-Books? Kann man machen – muss man aber nicht, lautet das Motto von Belletristik und Sachbuch. In einer selbst initiierten Studie von Oktober tastete sich der Börsenverein des Deutschen Buchhandels eher neugierig als getrieben an das Thema Electronic Publishing heran: “Wir wollten wissen, wie nachhaltig die aktuelle E-Book-Welle ist”, heißt es da. Das Fazit fiel mit der Aussage “E-Books: Umsatzzwerge mit Wachstumspotenzial” eher nüchtern aus.

Wenn von E-Books oder ihren Readern die Rede ist, wird häufig zunächst an “Harry Potter” und den Kindle gedacht, auch beim Publikum hält sich da die Begeisterung in Grenzen. Verständlicherweise. Mehr als ein Buch gleichzeitig kann niemand lesen, warum also ein elektronisches Gadget mit tausend Titeln einstecken, wenn ich doch Literatur gestochen scharf, batterieunabhängig und mit unvergleichlicher Haptik völlig komplikationslos genießen kann. Um es kurz zu machen: Ob E-Books in naher Zukunft auch im klassischen Buchverlagswesen ein Erfolg werden, ist eine eher zweitrangige Frage. Eine dringende Abhängigkeit besteht jedenfalls nicht. read more »

Wahlkampf für Bürgerrechte!

Posted in Netznews on September 15th, 2009 by André – Be the first to comment

Erklärende Worte dazu habe ich auf Basic Thinking geschrieben. Unter anderem:

Die Politik hat diese Debatte längst vom Pfad der Sachlichkeit geführt, spielt mit den Ängsten und Sorgen der Bevölkerung, verlacht, diffamiert – oder noch schlimmer – kriminalisiert die Kritiker der Netzsperren. Warum sie das tun können? Weil das Wählervolk im Internet vernachlässigbar ist. Im Vergleich zur Kreuzchenmacher-Masse der Offline-Stammwählerschaft ist die “Community” – sofern es so etwas gibt – ein kleiner Kreis, in dem vielleicht noch nicht einmal jeder wahlberechtigt ist.

Life Advice from Old People: “Stay as young as you can, for as long as you can.”

Posted in Netzkunst, Netznews on August 31st, 2009 by André – 1 Comment

Reddit ist eigentlich eine Sickergrube des präpubertären Internet – umso überraschter war ich, als ich heute diesen Linktipp dort fand: Life Advice from old People. Initiator der Seite ist der Amerikaner Seth Menachem, der auf seinem Blog eigentlich nichts anderes unternimmt, als Senioren der USA nach einem einleitenden Gespräch Mikrofon und Kamera unter die Nase zu halten und sie um einen Ratschlag für die heutige Jugend zu bitten. Das schafft er, ohne die Damen und Herren vorzuführen. Das da oben ist beispielsweise Kathy, eine Schauspielerin im ehemals besten Alter, die Seth auf einem Treffen der Screen Actors Guild getroffen hat. Also: Unbedingt einmal vorbei schauen!

Basic Thinking: Bilanz nach 7 Monaten

Posted in Netznews, avatter on August 17th, 2009 by André – 2 Comments

bt-zugriffe

Basic Thinking macht sich. Nachdem die Intergenia AG seit nunmehr sieben Monaten neuer Hausherr des Blog ist, war es Zeit für eine erste Longterm-Einschätzung der Lage. Es ist kein Geheimnis, dass Basic Thinking im Juni die Chartspitze der meistverlinken Blogs in Deutschland einbüßen musste: Ich habe an anderer Stelle bereits über die Hintergründe der aktuellen Entwicklung in den Charts geschrieben. Ausschlaggebend ist zum einen die Rolle von Twitter als Plattform, die mit rasantem Steigerungstempo derzeit die häufigsten Linkvorschläge einkassiert. Nichts, wovor man Angst haben müsste. Auf der anderen Seite spielt das heute herrschende politische Klima eine Rolle: Internet-Politik als parlamentarisches Genre hat wie nie zuvor an Bedeutung gewonnen. Die Diskussion um Netzsperren, Vorratsdatenspeicherung und den Bundes-Trojaner hat das Gewicht auf die politischen Blogs (Netzpolitik.org, Law Blog usw.) verlagert und so geknickt man über den Verlust des angestammten ersten Platzes sein kann, genauso froh sollte man sein, dass Blogs endlich den Sprung in das politische Tagesgeschäft geschafft haben.

Doch zurück zu unserer Bilanz. Denn noch vor der Häufigkeit der Verlinkung ist eigentlich die Zahl der Leserbesuche das Kriterium für die Bewertung. Und auf diesem Gebiet konnte Basic Thinking überzeugend punkten. Den größten Leseransturm konnte unser Vorgänger Basic im Juli 2008 verzeichnen: 217.675 Unique Visitors verursachten 315.961 Page Impressions. Nun, ein gutes Jahr später, sind wir bei erfreulichen 307.808 Unique Visitors angelangt. Die Page Impressions liegen bei 411.611.

Wir haben die aktuellen Zahlen der Redaktion von Meedia vorgelegt und um ein Statement gebeten, das ab sofort nachgelesen kann. Auch wenn der Titel des Artikels (“Basic Thinking ohne Basic erfolgreicher“) etwas hoch gegriffen erscheint, konnten wir doch zeigen, dass ein Blog – ohne seinen ursprünglichen Besitzer – durchaus funktionieren kann.

What the F**k is Social Media (2.0)

Posted in How-To, Netznews on August 12th, 2009 by André – 1 Comment

Hier sind weitere Dokumente von Marta Kagan. Die erste Präsentation zum Thema wurde vor einem Jahr gehalten.